Vater gibt krebskranker Tochter Haschisch - und darf nicht mehr zu ihr

10 skurrile Fakten über Cannabis
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Medizinisches Cannabis verboten, obwohl es gutes Medikament ist

Weil Adam Koessler das Leid seiner kleinen Tochter nicht mehr ertragen konnte, gab er ihr Haschisch-Öl und linderte damit ihre Schmerzen. Die zweijährige Rumer Rose hat Krebs im Endstadium. Doch nun muss sich der fürsorgliche Vater wegen dieses Rauschgiftvergehens vor Gericht verantworten. Und das Unfassbare: Ein Richter verfügte, das Koessler seine Tochter bis zum Prozess nicht mehr sehen darf. Währenddessen ringt die Kleine auf der Intensivstation allein mit dem Tode.

Richter verbietet Vater, sein sterbendes Kind zu sehen
Alan Koessler darf seine sterbende Tochter nicht mehr betreuen. Der Alleinerziehende gab dem Kind, das Krebs im Endstadium hat, Haschisch-Öl, um seine Qualen zu lindern. Das ist in Australien verboten. Die Kleine liegt jetzt allein auf der Intensivstation eines Krankenhauses.

Koessler rechtfertigt sein Verhalten damit, dass das Haschisch-Öl seiner Tochter sehr geholfen hat. "Es kam fast augenblicklich wieder Leben in ihren vom Krebs befallenen Körper", berichtete der Vater der australischen Zeitung ‚Newcastle Herald‘ laut einem Bericht der 'Daily News'. Das Kind habe wieder Appetit gehabt und zugenommen. "Sie hatte sogar wieder Lust, mit mir zusammen an die frische Luft zu gehen und musste nicht mehr nur im Bett liegen und leiden", so der Vater.

Die medizinische Nutzung von Cannabis-Produkten ist in etlichen Ländern – auch in Deutschland – legal. Die Erfahrungen sind, gerade bei Krebs und anderen schmerzhaften Krankheiten, sehr positiv. Es vertreibt die Schmerzen, macht Appetit und ist frei von Nebenwirkungen. Australien fährt jedoch eine rigorose 'Anti-Cannabis'-Politik, die auch die medizinische Nutzung von Hanf unter Strafe stellt.

Nach dem ersten Zeitungsbericht bildete sich spontan eine Unterstützergruppe für den Vater. Im Internet unterzeichneten bereits mehr als 50.000 Menschen eine Petition an die Behörden des Bundesstaates Queensland, die Straffreiheit für den Vater und sofortige Aufhebung des Kontaktverbots fordert. Rund 20.000 Dollar wurden schon für die Unterstützung der medizinischen Behandlung und für Anwaltskosten des Vaters gesammelt.

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