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UV-Schutz der Sonnenbrille: Das sollte eine Sonnenbrille können

Woran erkenne ich eine gute Sonnenbrille?
Woran erkenne ich eine gute Sonnenbrille? Der Sonnenbrillen-Check 00:02:24
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Auf den UV-Schutz kommt es an

Für die meisten Menschen sind Sonnenbrillen ein modisches Accessoire. Aber die Brille muss vor allem eines können: Die Augen zuverlässig vor UV-Strahlen schützen. Sonst drohen gesundheitliche Schäden.

Der UV-Schutz bei Sonnenbrillen ist ein wichtiger Faktor.
© dpa, Robert Schlesinger

Gläser

Die Gläser sind das entscheidende Kriterium einer Sonnenbrille. Sind die Gläser hochwertig, dann schützen sie unsere Augen ausreichend vor dem UV-Licht. In australischen Grundschulen gehört die Sonnenbrille sogar zur Schuluniform. In Down Under hat man längst erkannt, dass das ultraviolette Sonnenlicht nicht nur Hautkrebs verursachen kann. Schäden an der Netzhaut passieren schnell und diese können ganz immens sein.

Wichtig ist: Die Tönung der Sonnenbrille hat nichts mit dem UV-Schutz zu tun, sondern dient dem Blendschutz. Sonnenbrillen werden mit den Bezeichnungen Kat 0 bis 4 verkauft. 0 steht für nur leichten Blendschutz, 3 ist gut für den Strand und 4 ist für den Alpin-und Wassersport.

Die Gläserfarbe darf nach den DIN-Normen-Vorschriften die Erkennbarkeit der Lichter von Verkehrsampeln und des blauen Lichtes von Einsatzfahrzeugen übrigens nicht beeinträchtigen. Wollen Sie Ihre Sonnenbrille auch im Auto tragen, sollten Sie dies bei der Farbwahl also beachten.

Hochwertige Gläser weisen außerdem keine Schlieren, Blasen oder Einschlüsse auf. Auf einen leichten Fingerdruck hin sollte das Glas nicht nachgeben. Auch die Größe der Gläser muss stimmen. Sie sollten groß genug sein, um die Augen vor seitlich, von oben oder – durch Reflektion – von unten einfallenden Sonnenstrahlen schützen.

UV-Schutz

Am allerwichtigsten ist ein kleiner Aufkleber auf der Brille: CE geprüft. Hier kann man sicher sein, dass die Gläser wirklich die schädlichen UV-Strahlen filtern und die Augen nicht schädigen. Das ist nämlich der Fall, wenn dunkle Gläser ohne UV-Schutz verwendet werden. Die Pupillen vergrößern sich dadurch und die schädlichen Strahlen haben freie Bahn auf die Netzhaut. Auf der sicheren Seite ist man mit Sonnenbrillen, die die Bezeichnung UV400 tragen. Viele Optiker bieten kostenlose Tests an, um die Schutzwirkung Ihrer Sonnenbrille zu überprüfen.

Form

Der Style ist für viele Sonnenbrillenkäufer das wichtigste Kriterium. Und das hat die Branche natürlich gemerkt und so bietet fast jede Modekette mittlerweile auch Sonnebrillen an. Diese sind vielleicht ganz hübsch und originell anzusehen, bei dem Material und insbesondere bei den Gläsern gibt es allerdings häufig grobe Mängel, da es sich um Billigprodukte handelt. Wenn einem die eigenen Augen also lieb sind, lieber ein paar Euro mehr ausgeben und beim Optiker einkaufen.

Tragekomfort

Natürlich muss eine Brille auch bequem sitzen, vor allem, wenn man häufig in der Sonne ist und die Brille oft trägt. Die Brillenbügel sollten nicht zu eng an den Kopf drücken. Und auch auf der Nasenwand sollten sich keine tiefen Druckstellenzeigen. Wer seine Sonnenbrille nach zehn Minuten abzieht, weil sie kratzt oder drückt, der hat das falsche Modell.

Gesundheit

Gerade bei Billigbrillen aus fernen Ländern wird hin und wieder das günstigste Material für das Brillengestell verwendet. Wer nach dem Tragen seiner Sonnebrille Hautrötungen bemerkt, reagiert möglicherweise allergisch gegen ein Material der Brille, beispielsweise den Kunststoff.

Pflege

Einen klaren Blick gibt es nur durch saubere Gläser, deshalb sollten Sie diese regelmäßig säubern. Zur Pflege der Sonnenbrille nimmt man im Idealfall ein spezielles Reinigungstuch, das beim Augenoptiker erhältlich ist. Sonnenbrillengläser, die von Sonnenöl oder Cremeresten verschmutzt sind, sollten nicht mit Feuchtreinigungstüchern, sondern erst mit Wasser gereinigt werden.

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