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Ursula Willimsky: Darum mag ich Frauenzimmer.de

Ursula Willimsky: Darum mag ich Frauenzimmer.de
Ursula Willimsky: Darum mag ich Frauenzimmer.de © Fotolia Deutschland

Ursula Willimsky: Das gefällt mir an Frauenzimmer.de

Die Redaktion von Frauenzimmer.de hat uns Autorinnen gebeten, eine kurze Biographie zu schreiben. Die Eckdaten sind ja schnell abgehakt. Geboren: Ja. Familienstand: Hab ich. Wohnhaft: Bin ich auch. Und einen Beruf habe ich ebenfalls: Journalistin.

Die große Bandbreite von Themen gefällt mir an Frauenzimmer.de. Viel Tagesaktuelles, aber auch ein tüchtiger Schuss von all dem, was Frauen wichtig ist, dessen Relevanz aber Menschen mit XY-Chromosomen wahrscheinlich für immer verborgen bleiben wird (ja, mich interessiert wirklich, wieso die jetzt mit dem zusammen ist. Und ja: Ich mache auch alle Psycho-Tests). Eine Seite für Frauen. Mit Mode, Politik, Klatsch und Trends.

Apropos: Ich habe ein unheimliches Gespür für Trends - was mir allerdings immer erst auffällt, wenn der Trend kein Geheimtipp mehr ist, sondern ein Massenphänomen. Also zu spät. So habe ich bereits im November 2002 einem guten Freund zwei Topflappen in Grün und Gelb samt passendem Kölschglashalter zum Umhängen gehäkelt. Seine Freude war verhalten - heute würde ich mit den Dingern auf einer Handarbeitsplattform wahrscheinlich viel Geld verdienen. Da war ich - wie so oft - einfach zu früh dran. Genauso wie mit meinem Hang zu lilafarbenen Klamotten, die heute zwar nicht mehr "lila" heißen, sondern "burgunder", mir aber nach wie vor gut gefallen und momentan sogar modern sind.

Mein Lebenslauf in Kürze

Viele Jahre habe ich mitten in der Großstadt studiert, gearbeitet und gelebt. Dann ging´s raus aufs Land (aufmerksame Userinnen ahnen es: Für die Anhänger dieses Trends gibt es heute ein ganzes Regal von Hochglanzillustrierten). Und so ließe sich die Liste immer weiterführen...

Möglich ist natürlich auch, dass ich mit meiner Selbsteinschätzung einen Hauch danebenliege: Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, bin ich ja gar keine Trendsetterin, sondern einfach so alt, dass ich bei jedem Revival direkt schreien kann: Toll! Das kenn ich! Das mochte ich schon immer!

So wie das Singen. Das habe ich schon immer gerne gemacht, lange bevor es wieder hip wurde. Was geblieben ist, ist der Unmut derer, die mir zuhören müssen. Aber auch das passt ja gut zu Frauenzimmer.de: Sein Ding trotzdem durchziehen. Dranbleiben. Auf die innere Stimme hören und sie auch rauslassen. An sich glauben. Auch wenn der Rest der Familie geschlossen das Zimmer verlässt.

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