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Unterwäsche: Jeder achte Mann wechselt sie nicht täglich

Unterwäsche: Jeder achte Mann wechselt sie nicht täglich

Deutsche Männer-Unterwäsche stinkt

Jeder achte Mann wechselt seine Unterhose nicht täglich! Bis zu einer Woche bringt er es nicht übers Herz sich von seinem Schmuddel-Schlüpfer zu trennen. Und was bedeutet das für uns Frauen? Nase zu und durch? Besser nicht! Denn seine Faulheit ist für manche Frauen verdammt gefährlich!

Von Dagmar Baumgarten

Aber Moment! Vielleicht ist es ja gar nicht bloße Bequemlichkeit. Was, wenn wir Frauen das nur wieder alles falsch verstehen? Womöglich werden manche Wechsel-Muffel ja er von einer unheilbaren Hygienephobie gequält? Wir schimpfen, obwohl die armen Unschulds- Schmuddel so eine Art Anti-Waschmittel-Zwang verfolgt. Der erst besser wird, wenn die Unterhose farbliche Dimensionen annimmt, bei der sogar die Waschmaschine Plaque kriegen würde.

Oder vielleicht gibt es ja so eine Art 'Buxen-Battle'. Den 'Wenig, weniger am Wenigsten- Wechsel-Wettkampf'. Und der Mann gewinnt, dessen Unterhose nicht nur von selber steht, sondern schon wieder so lebendig ist, dass sie schon mal vor dem Träger ins Bad gehen kann. Die armen Männer! Tapfer hauen sie sich jeden Morgen selber auf die Finger, die gerade in die Schublade mit den frisch gewaschenen Schlüpfern greifen will. Obwohl sie sich so sehr nach der frisch duftenden Baumwolle auf ihrer Haut sehnen, ertragen sie mit übermännlicher Anstrengung lieber die täglich wachsende Kruste, die im besten Fall nur bis zur nächsten Straßenecke riecht!

Ehe wir wechselwütigen Frauen uns wieder über die armen Männer und ihre selbstverschuldeten Dunstglocken beschweren, sollten wir uns mal klar machen, was das für einen Aufwand bedeutet, sich so standhaft dem allgemeingültigem Reinheitsgebot zu widersetzen. Wir machen es uns ja einfach. Für die meisten Frauen gilt morgens: Schlüpfer aus, in die Dusche rein, danach frischer Schlüpfer an.

Manche Dauer-Träger nehmen ihr Anti-Reinheitsgebot aber so ernst, dass sie an ihren Körper nicht mal mehr Wasser lassen. Aber sind das wirklich alle Schweine?

Unterwäsche seltener wechseln für die Umwelt?

Vielleicht wollen sie ja auch einfach nur ein Zeichen für die Umwelt setzen und gleich zwei Biotope auf einmal schützen. Das erste, indem sie Waschmittel sparen, und dadurch die Flüsse sauberer halten. Und das zweite an ihrem eigenen Körper. Kann ja auch sein, dass es bei dem ganzen Bakterienkolonien, die mancher Mann sich da tapfer anzüchtet, irgendwann mal eine Mutation entsteht, die Krebs heilen kann. Penizillin entstand auch in einem vergessenen, verwahrlostem, und deshalb verschimmeltem Petri- Schälchen.

Aber Vorsicht! Vielleicht denken Sie ja jetzt drüber nach, sich einen vielleicht künftigen Nobelpreisträger zu suchen. Wäre ja nicht schwer, denn man kann ihn ja leicht erschnüffeln. Sollten Sie einen finden, was empfindliche Frauen daran erkennen, dass sofort an der Lippe ein Herpesbläschen anfängt zu jucken, kommen sie ihm nicht zu nah.

Vertrauen Sie ihrer Nase! Denn auch wenn in Biotop das Wort Leben steckt, kann so ein fauler Hygiene-Muffel krank machen. Gemeinerweise züchtet er nämlich in dieser selbstgewählten Symbiose aus Haut und Stoff zahlreiche Keime, die ihm selbst nichts anhaben, aber für Frauen verdammt unangenehme juckende Nebenwirkungen haben. Vertrauen sie ihrer Nase. Wenn die signalisiert: "bäh, ich kann den nicht riechen!" Dann hat sie Recht. In jeder Beziehung!

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