Unicef-Foto des Jahres zeigt das Grauen des Kriegs

Unicef-Foto des Jahres 2013
Das 'Unicef-Foto des Jahres 2013': Das Mädchen wurde beim Spielen von Bombensplittern verletzt. © dpa, Niclas Hammarström

Im Angesicht des Schreckens

Mit seiner bestürzenden Reportage über Kriegskinder in Syrien hat der schwedische Fotograf Niclas Hammarström den Wettbewerb 'Unicef-Foto des Jahres 2013' gewonnen. Das Schlüsselbild zeigt ein elfjähriges Mädchen, das beim Spielen durch Bombensplitter verletzt wurde. Hände halten seinen blutverschmierten Kopf, der berührende Blick geht ins Leere.

"Der Blick des Kindes ist ein Aufruf an die Welt, alle diplomatischen und humanitären Anstrengungen zu verstärken, damit nicht eine ganze Generation von Kindern verloren geht", erklärte Schirmherrin Daniela Schadt bei der Preisvergabe in Berlin. Sie ist die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck. Einmal im Jahr vergibt Unicef Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Magazin 'Geo' diesen Preis an Fotografen, die die Kinder und ihre Lebensumstände auf herausragende Weise abbilden.

Der diesjährige Preisträger ist seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien bereits mehrmals nach Syrien gereist. Hammarström wurde im vergangenen November zusammen mit dem Journalisten Magnus Falkehed in Syrien verschleppt und kam erst nach mehreren Wochen wieder frei. Seine Foto-Reportage zeigt den tragischen Alltag der Kinder zwischen den Kriegsfronten in der Stadt Aleppo.

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