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Unfruchtbarkeit: Medikamente gegen Unfruchtbarkeit

Unfruchtbarkeit: Medikamente gegen Unfruchtbarkeit
Für viele kinderlose Paare, die sich aber ein Kind wünschen, sind Medikamente zum Auslösen des Eisprungs der erste Behandlungsschritt. © dpa bildfunk

Das leisten die Medikamente

Die Medikamente, die während der IVF-Behandlung zum Einsatz kommen, sollen direkt oder indirekt die Funktion der Eierstöcke steuern. Dabei sind die Dosierung und die Dauer der Anwendung von Fall zu Fall verschieden. Im Durchschnitt betragen die Gesamtkosten für Medikamente ungefähr 1.200 Euro pro Versuch. Hier ein kurzer Überblick über die Wirkungsweise der verschiedenen Medikamente:

Clomifen bewirkt eine vermehrte Ausschüttung von Hormonen, die das Follikelwachstum im Eierstock bewirken und den Eisprung auslösen. Nebenwirkungen bei Einnahme von Clorifen können Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle und Sehstörungen sein. Gelegentlich kann es zu Mehrlingsschwangerschaften kommen, welche man aber durch sorgfältige Überwachung der Eizellreifung vermeiden kann.

Rekombinantes FSH ist das wichtigste Medikament bei einer IVF-Behandlung, da es durch Stimulation der Eierstöcke eine vermehrte Eizellreifung bewirkt. Dabei kann es in seltenen Fällen zu einem Überstimulationssyndrom kommen. Auch hier muss mit Mehrlingsschwangerschaften gerechnet werden.

Humanes Menopausengonadotropin (hMG) ist das Vorläufer-Medikament des rekombinanten FSH. Es wird aus dem Urin menopausaler Frauen gewonnen und führt ebenfalls zu einer Stimulation der Eierstöcke.

Weitere Hormonpräparate

GnRH-Analogisten ermöglichen, dass der Eisprung auf den Tag genau ausgelöst werden kann und machen so die Behandlung individuell steuerbar. Gelegentlich kommt es zu lokalen Hautrötungen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Überlkeit und Schwindel während der Dauer der Medikamenteneinnahme

GnRH-Agonisten verhindern ebenfalls den vorzeitigen Eisprung, die Behandlung dauert aber länger als mit den Analogisten. Außerdem können Nebenwirkungen auftreten, die für die Wechseljahre typisch sind.

Humanes Choriongonadotropin (hCG) ist das Schwangerschaftshormon und Haupthormon des Mutterkuchens. Bei der IVF-Behandlung kann es zum auslösen des Eisprungs eingesetzt werden und zur Unterstützung der Gelbkörperphase.

Progesteron ist das Haupthormon des Gelbkörpers und bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf das Einnisten des Embryos vor.

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