Ulrike von der Groeben: "Irgendwie war nichts mehr wie vorher"

Der zweite Turm des WTC stürzt ein
Der zweite Turm des WTC stürzt ein Breaking News: Terror gegen Amerika 00:04:45
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11.September 2001: Ulrike von der Groeben erinnert sich

RTL-Aktuell-Sportmoderatorin Ulrike von der Groeben erlebte die Terroranschläge in der Newsredaktion von RTL Aktuell. Für uns hat sie sich an die Ereignisse von damals erinnert.

Ulrike von der Groeben
Ulrike von der Groeben erlebte den 11. September 2001 hautnah in der Newsredaktion mit.

Wie und wo haben Sie von den Ereignissen erfahren?

Ulrike von der Groeben: "Ich habe das ganze schreckliche Geschehen quasi von Beginn an live am Bildschirm miterlebt. Bei uns in der Newsredaktion beobachten wir ja ständig die einkommenden Bilder der Nachrichtenagenturen und der internationalen News-Kanäle. CNN kam unmittelbar, nachdem das erste Flugzeug ins World Trade Center geflogen war, mit Breaking News, eine Kollegin rief: 'Um Himmels Willen, habt Ihr das gesehen?' - und dann überschlugen sich die Ereignisse. Peter Kloeppel stürzte sofort ins Studio, berichtete ohne Unterbrechung mehr als sieben Stunden, und irgendwie war nichts mehr wie vorher."

Welche Erinnerungen haben Sie an den 11. September 2001?

Ulrike von der Groeben: "Lähmendes Entsetzen, Schockstarre, Fassungslosigkeit, Trauer, Wut - das waren so die Gemütszustände, die sich vermutlich nicht nur bei mir abwechselten. Es sind so viele Bilder von diesem Anschlag, die sich bei mir so fest eingebrannt haben, dass ich sie nie vergessen werde: die brennenden Türme, Menschen, die wie Puppen aus den Fenstern stürzten, der Zusammenbruch der Türme, und dann diese riesige Aschewolke, die alles unter sich begrub."

Haben die Ereignisse Sie nachhaltig beeinflusst? Und wenn ja, wie?

Ulrike von der Groeben: "Die Anschläge vom 11. September haben die Welt verändert und damit natürlich auch mich nachhaltig beeinflusst. Die einstürzenden Türme sind für mich Sinnbild dafür, dass es gegen Fanatismus, Hass und Terror keine Sicherheit gibt. Mehr Angst habe ich deshalb nicht, aber die Sorge, dass ohne umwälzende politische und wirtschaftliche Veränderungen weltweit Hass und Terror noch zunehmen."

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