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Übersäuerung: Ursachen, Symptome und was wirklich hilft

Sind Sie übersäuert?
Sind Sie übersäuert? Ursachen, Symptome & Co. 00:02:33
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Was ist eine Übersäuerung?

Fünf Mal am Tag Obst und Gemüse essen, viel stilles Wasser trinken und ausreichende Bewegung - so sähe ein gesunder Lebensstil im Allgemeinen wohl aus. Doch wer viel arbeitet und kaum Freizeit hat, setzt häufiger mal auf Fast Food und Snacks. Blöd nur, dass der Körper auf diese Art der Ernährung mit einer Übersäuerung reagiert. 

So beugen Sie einer Übersäuerung vor

Mit dem Begriff 'Übersäuerung' ist gemeint, dass der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Experten sprechen auch von einer Azidose. In unserem Organismus gibt es bestimmte Bereiche, die sauer sein müssen und andere, die basisch sind. Nur wenn dieses Gleichgewicht aufrecht erhalten bleibt, kann der Körper mit all seinen Organen ordnungsgemäß funktionieren. Dies geschieht durch einen körpereigenen Regelmechanismus, der aus der Atmung, der Verdauung, dem Kreislauf und der Hormonproduktion besteht.

Die Symptome

Eine Übersäuerung kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Körperlich sieht man es an dunklen Tränensäcken, Cellulite oder aber auch an vermehrten Falten. Ein anderes Alarmsignal können Muskelschmerzen und Krämpfe sein, vor allem nach körperlicher Anstrengung. Wer an einer Übersäuerung leidet, hat auch oft mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und Sodbrennen zu kämpfen. Oft können häufig auftretende grippale Infekte oder Erkältungen ebenfalls ein Hinweis auf eine Übersäuerung darstellen. Appetitlosigkeit und Antriebsschwäche sind ebenfalls Anzeichen, dass der Körper an einer Übersäuerung erkrankt ist. Übersäuerung ist also häufig die Ursache für andere Erkrankungen.

Wie wird eine Übersäuerung verursacht und was hilft?

Eine Übersäuerung kann sowohl durch eine ungesunde Lebensweise als auch durch eine ungesunde Ernährung auftreten. Zu einem ungesunden Lebensstil gehören vor allem Stress, Angst, Sorgen, aber auch Nikotin, Alkohol - und Kaffee! Außerdem unterstützen ein Mangel an Bewegung und wenig Schlaf ebenso eine Übersäuerung.

Diese Lebensmittel begünstigen die Säurebildung

Ungesunde, säurebildende Lebensmittel sind vor allem tierische Produkte: Fleisch, Wurst, Eier, Milch, aber auch Brot- und Teigprodukte, sowie tierisches Eiweiß. Mit so einer einseitigen Ernährung würden wir zu wenig basenbildende Mineralien wie Kalium, Magnesium oder Kalzium aus Obst und Gemüse zu uns nehmen - folglich übersäuert der Körper.

Die Folgen

Mögliche langfristige Folgen einer Übersäuerung können Gicht, Arthrose und Nierensteine sein. Außerdem neigen viele Betroffene zu Orangenhaut. Grund dafür sind die entstandenen "Schlacke". Das sind sogenannte Abfallprodukte, die bei der täglichen Verstoffwechselung im Körper anfallen. Wenn es zu einer Übersäuerung kommt, werden diese Abfallprodukte im Bindegewebe zwischengelagert - Cellulite entsteht. Auch können sich Schlacken im Blut ansammeln und so zu Herzversagen und Schlaganfall führen.

Was hilft?

Wenn Sie eine Übersäuerung schon über viele Jahre mit sich herum tragen und sich dementsprechend viele Schlacken festgesetzt haben, sollten Sie ein Entsäuerungsprogramm durchführen. Nach etwa drei Monaten werden Sie sich fitter und gesünder fühlen. Sie werden die Entsäuerung auch an Ihrem Haar und Ihrer Haut feststellen können, denn Haut und Haare werden wieder glänzend und straff. Außerdem werden heute viele unterschiedliche basische Produkte angeboten, die zusätzlich neutralisierend wirken. Diese sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, so Ernährungsberaterin Sinaida Metz. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen basischen Produkten, wie Obst und Gemüse ist effektiver und sinnvoller, um einer Übersäuerung vorzubeugen und sie zu bekämpfen.

Säurehaltige Speisen sollten nur zu einem Fünftel auf dem Ernährungsplan stehen. Es gibt mittlerweile eine Reihe von basischen Lebensmitteln wie Müsli, Tee und Brotbackmischungen. Doch auch in der Natur können wir viele gesunde und neutralisierende Lebensmittel finden. Dazu gehören Gurken, Bohnen, Wirsing, Grünkohl, schwarzer Rettich, getrocknete Feigen, Bananen, Mandarinen, Rosinen, und und und…

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