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Übergewicht: Folgen von Fettleibigkeit erhöhen das Sterberisiko

Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass sich das Sterberisiko pro Jahrzehnt Übergewicht verdoppelt.
Langjähriges starkes Übergewicht erhöht das Sterberisiko © dpa, Waltraud Grubitzsch

Übergewicht und seine Folgen

Dass Übergewicht der Gesundheit schaden kann, ist bekannt. Nun haben Forscher herausgefunden, dass neben dem Ausmaß des Übergewichts auch die Zeitspanne entscheidend ist. Pro Jahrzehnt Fettleibigkeit verdoppelt sich das Sterberisiko.

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Bislang wurde und wird das Ausmaß des Übergewichts anhand des BMI errechnet und auch klassifiziert. So gelten Menschen mit einem BMI von 19-25 als normalgewichtig, jene mit einem BMI zwischen 26 und 30 als übergewichtig und Menschen, deren BMI höher liegt als 30 als adipös, d.h. krankhaft fettsüchtig.

Forscher der australischen Monash Universität haben nun herausgefunden, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Anzahl der Jahre, die ein Mensch übergewichtig war und dem Sterberisiko. So habe eine US-Langzeitstudie mit 5.000 Teilnehmern ergeben, dass sich das Sterberisiko bei Menschen verdoppelt, die länger als 15 Jahre lang fettleibig waren. Wer gar 25 Jahre und mehr stark übergewichtig war, hatte sogar ein bis zu dreifach erhöhtes Sterberisiko.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass sich das Sterberisiko pro Jahrzehnt Fettleibigkeit verdoppelt. Aber auch das Risiko für eine Krebserkrankung oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt - und zwar um mehr als das doppelte.

Auch wenn diese Fakten erschreckend klingen, so bergen Sie doch auch eine positive Interpretation: Da nämlich auch jedes schlanke Jahr zählt, lässt sich daraus schlussfolgern, dass es zum Abnehmen nie zu spät ist und wirklich jedes Jahr mit Normalgewicht oder moderatem Übergewicht die Lebensdauer verlängern kann. Wenn das kein Anreiz ist zum Abnehmen ist!