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Übergewicht erhöht das Krebsrisiko

Krebs durch Übergewicht
Studie: Fettleibigkeit kann krebserregend sein. © picture-alliance/ dpa, PA Anthony Devlin 5494043

Dass Raucher ein großes Krebsrisiko haben, ist bekannt, doch jetzt schlagen Experten Alarm: Übergewicht ist mindestens genauso gefährlich und erhöht das Krebsrisiko deutlich.

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Besonders bei so häufigen Krebsarten wie Brustkrebs sind überzählige Kilos die Verursacher des Übels. Viele Erkrankungen wären vermeidbar, wenn Übergewichtige schlanker wären.

Zu den Krebserkrankungen, bei denen ein gesicherter Zusammenhang zu Übergewicht besteht, zählen Brustkrebs, Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs. Auch in mehr als der Hälfte von Krebs der Gebärmutterschleimhaut gilt Übergewicht als die Ursache. Ebenso bei mehr als 20 Prozent der Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren.

Rund 43 Prozent der Neuerkrankungen bei Speiseröhrenkrebs werden durch Übergewicht verursacht. Bei Nierenkrebs sind es mehr als 31 Prozent. Erkranken Männer an Dickdarmkrebs, liegt das in mehr als 27 Prozent der Fälle am Übergewicht, beim Gebärmutterkrebs bei Frauen sogar in rund 45 Prozent der Fälle.

Übergewicht ist also eine ernste Gefahr. Professor Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum warnt: "Es handelt sich dabei um eine Risikosteigerung von bis zu 50 Prozent für bestimmte Krebsarten."

Neben hormonellen Veränderungen stellt vor allem der chronisch-entzündliche Zustand des Fettgewebes von Übergewichtigen einen Risikofaktor dar. Die zahlreichen Entzündungszellen im Fettgewebe geben entzündungsfördernde Botenstoffe ab, die die Krebsentstehung begünstigen. Jedes Kilo mehr erhöht das Risiko und besonders gefährlich ist das versteckte Fett an den inneren Organen im Bauch.

Abnehmen beugt Krebs vor

Professorin Cornelia Ulrich aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg untersuchte gemeinsam mit amerikanischen Kollegen ein Jahr lang 439 übergewichtige Frauen. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob sich die Entzündungswerte der Fettleibigen durch Sport und Kalorienreduktion veränderten.

Das Ergebnis der Studie: Sowohl die Kalorienreduktion allein, als auch die Kombination mit Sport senkte die Entzündungsparameter. Besonders vorteilhaft: Die Gewichtsabnahme hatte einen vergleichbaren Effekt wie entzündungshemmende Medikamente. Nur ohne Nebenwirkungen!

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Übergewichtige mit einer Lebensstilveränderung viel Gutes für sich tun und ihr Krebsrisiko senken können. Unser Ergebnis beweist, dass sich bereits verhältnismäßig moderate Abnehmerfolge von fünf bis zehn Prozent des Körpergewichts drastisch auf krebsfördernde Faktoren im Körper auswirken", fasst Cornelia Ulrich zusammen.

Wenn Sie übergewichtig sind, können Sie Ihr Krebsrisiko also deutlich senken, indem Sie Ihre Ernährung umstellen und Ihr Gewicht reduzieren.