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Übelkeit in der Schwangerschaft: Was hilft?

Übelkeit in der Schwangerschaft: Was hilft?
Übelkeit in der Schwangerschaft: Ursachen © dpa, Maurizio Gambarini

Plagt Sie Übelkeit in der Schwangerschaft?

Plötzlich wird's im Bauch ganz flau. Plagt Sie Übelkeit in der Schwangerschaft? Keine Sorge, Sie sind nicht allein. Im Gegenteil: Übelkeit gehört zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft. Fast 75 Prozent aller werdenden Mütter haben mit der fiesen Übelkeit zu kämpfen. Die Hälfte davon muss sich zusätzlich auch noch übergeben.

Irreführend ist in diesem Zusammenhang übrigens der Begriff 'Morgenübelkeit'. Denn je nach Ausprägung reichen die Beschwerden von einem flauen Gefühl am Morgen bis hin zu einer ganztägigen Übelkeit mit häufigem Erbrechen. Einigen Schwangeren wird plötzlich beim Geruch von Grillfleisch schlecht oder sie können den Geruch von Kaffee nicht mehr ertragen.

Warum so viele schwangere Frauen vor allem in den ersten drei Monaten unter dieser Übelkeit leiden, ist den Forschern zu großen Teilen noch ein Rätsel. Dennoch vermuten die Wissenschaftler, dass das Humane Choriongonadotropin (HCG) - ein Schwangerschaftshormon - die Schwangerschaftsübelkeit verursacht. Je höher der HCG-Spiegel, desto häufiger wird den werdenden Müttern schlecht. Das wiederum erklärt, warum die Übelkeit meist nach den ersten drei Monaten wieder verschwindet: Denn der HCG-Spiegel sackt zwischen der 12. und der 18. Schwangerschaftswoche wieder ab.

Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle: So kann auch die Psyche eine Ursache für die Übelkeit sein. Denn obwohl sich die Mütter auf die Geburt freuen, machen sich häufig auch Sorgen, die auf den Magen schlagen können. Auch die Gene sind ein Faktor: Wenn Ihre Mutter an Schwangerschaftsübelkeit gelitten hat, ist die Chance groß, dass es ihnen auch so geht.

Immerhin: Die Übelkeit in der Schwangerschaft hat offenbar einen Sinn. Das ungeborene Baby wird offenbar geschützt. Wie Forscher der Cornell-Universität herausgefunden haben, entwickeln Schwangere vor allem Aversionen gegen Stoffe, die der Gesundheit des Ungeborenen schaden könnten. Zuallererst natürlich Alkohol, Nikotin und Kaffee, aber auch Fleisch, Eier, Geflügel und Fisch wird von vielen werdenen Mütter abgelehnt. Diese Lebensmittel können Bakterien enthalten, gegen die das Immunsystem nicht ankämpfen kann. Mehrere Studien haben außerdem belegt, dass Frauen, die unter Übelkeit in der Schwangerschaft leiden, ein geringeres Fehlgeburts-Risiko haben.

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