Harzer Roller
Birds with Jobs
Gelb, quietschfidel und sangesfreudig - so kennen und mögen wir Kanarienvögel. hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn macht einen Besuch bei ganz besonderen Exemplaren, den "Harzer Edelrollern". In früheren Zeiten wurden sie in kleinen Käfigen in die Erzbergwerke mitgenommen, um als lebende Gefahrenmelder Gasaustritt oder Sauerstoffknappheit anzuzeigen. Veränderte sich die Luft, stellten die Vögel ihren Gesang ein. Doch als moderne Messgeräte Einzug hielten, wurden die "Birds with Jobs" arbeitslos und waren sogar vom Aussterben bedroht. Heute sind die gefiederten Sangeskünstler vor allem wegen ihrer leuchtenden Farbe und ihres wunderschönen Gesangs beliebte Heimvögel. Bei Kanarienzüchter Karlheinz Vorwald kann Diana sich von der Sangeskunst der kleinen Vögel überzeugen.
Kleine Gesangsakrobaten
Doch wie erkennt man einen guten "Edelroller" und welche Leistung muss das Tier erbringen? Bereits der Vorfahre der domestizierten kleinen Sänger, der Kanarengirlitz, gefiel durch seinen auffallend schönen Gesang. Im Laufe der jahrhundertelangen Zucht wurde besonderer Wert auf die Ausbildung der einzelnen Gesangsstrophen, die "Touren", gelegt. Man unterscheidet die "Hohlrolle", "Knorre", "Pfeife" und "Hohlklingel", die in verschiedenen Tonlagen geträllert werden. Neben der bekannten Volierenhaltung gibt es einen Gesangsschrank, den so genannten Gesangsbauer. Diese Käfige werden für das Training mit je einem Hahn auf- und aneinander gestellt, wobei die Vögel bei Karlheinz Vorwald maximal 20 bis 25 Minuten darin verbringen.



















