Diana Eichhorn bei den Inka-Kakadus

05.12.11 10:52
hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn und Kakadu
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Extrem scharfe Schnäbel

Mit ihrem imposanten Kopfschmuck erinnern die Inka-Kakadus durchaus an ein südamerikanisches Stammesoberhaupt. Diese Papageienart ist aber nicht in Amerika beheimatet, sondern in Australien.

Sie faszinieren vor allem durch ihr Aussehen: Die mehrfarbige Haube lässt sich weit nach vorne biegen. Während ihres ruhigen, fast langsam wirkenden Flugs wird die Haube allerdings eingeklappt, um die Aerodynamik zu begünstigen. Die Farbe ihres Federkleids variiert von hellrosa mit weißer Tönung über altrosa bis hin zum Lachsfarbenen.

Wegen des ungewöhnlichen Aussehens zählt der Inka-Kakadu zu den schönsten und ansehnlichsten Kakadus. Doch so sanft und paradiesisch diese Exoten auch wirken mögen: Als Haustiere können sie für chaotische Zustände sorgen...

Vor ihren scharfen Schnäbeln ist nichts sicher: Mühelos können sie mit ihnen zum Beispiel harten Kunststoff, Plastik oder sogar Maschendraht zerlegen. Kein Wunder eigentlich, denn in Australien ernähren sie sich unter anderem von Nüssen oder Früchten mit einer sehr trockenen und harten Schale. Um an die Insekten zu kommen, die sich unter Baumrinden angesammelt haben, brechen die Inka-Kakadus sogar ganze Äste oder Baumrinden ab.

Inka-Kakadus: hübsche Zeitgenossen, aber äußerst anstrengend

Keine einfachen Haustiere!

In deutschen Privathaushalten findet man diese exotischen Papageien eher selten. Das liegt daran, dass Inka-Kakadus sehr anspruchsvolle und teilweise komplizierte Pfleglinge sein können: Die hochintelligenten Vögel brauchen viel Beschäftigung und geistige Förderung. Ohne ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten kann der clevere Kakadu schnell zu einem "Problem-Papagei" werden. Vögel, die an chronischer Unterforderung leiden, werden beispielsweise oft zu "Schreiern". Werden die Tiere nervös oder unruhig, so rufen und lärmen sie in einem fort - und das in voller Lautstärke.

Aber nicht nur der Mangel an Beschäftigung verstört und verunsichert die Inka-Kakadus: Auch falsche Ernährung oder schlechte Unterbringung kann dazu führen, dass die sensiblen Tiere zum Problemfall werden. Papageien, die nicht artgerecht gehalten werden, verletzen sich häufig selbst, indem sie sich ihre Federn ausreißen.

hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn besucht das Ehepaar Rainer und Brunhilde Albert in Würzburg. Die beiden Papageienliebhaber leben mit ihren Inka-Kakadus Leo und Hermine unter einem Dach. Diana lässt sich erklären, warum die Haltung von Kakadus längst nicht so einfach ist, wie es sich Papageienliebhaber manchmal vorstellen.

Für ein sorgenfreies und glückliches Zusammenleben von Mensch und Kakadu sollten einige Faktoren beachtet werden:
Kakadus sind hochsoziale Vögel und sollten niemals alleine gehalten werden. Außerdem ist die Haltung und Pflege von Papageien immer mit einem hohen Zeitaufwand verbunden: Die Tiere müssen beschäftigt und unterhalten werden - alleine die Käfigreinigung erfordert viel Zeit. Inka-Kakadus sind sehr sensible Vögel, die schnell auf eine verunreinigte Unterbringung reagieren. Die Kosten der Papageienhaltung sollten nicht außer Acht gelassen werden:

Kakadus müssen einmal jährlich zum Gesundheits-Check, was wiederum mit regelmäßigen Tierarztkosten verbunden ist. Hinzu kommen die Ausgaben für Spielzeug, einen großen Käfig und gegebenenfalls eine Freivolliere.

Kakadus können zwischen 10 und 90 Jahren alt werden. Wer sich einen Kakadu zulegt, hat einen Begleiter auf Lebenszeit. Leider wird dies bei der Anschaffung oftmals vergessen...
So ist es kein Wunder, dass viele Besitzer mit der Kakaduhaltung überfordert sind. Die Entscheidung für die exotischen Vögel sollte also reiflich überlegt werden.

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