Trotz Betreuung von der Caritas: Messie zerlegt Haus

Wieso hat die Hilfsorganisation nichts gemacht?

Der Mieter war psychisch krank. Das wusste Ralf Wlodarczyk. Er hat sich aber keine großen Sorgen gemacht, denn der Mann wurde von der Caritas betreut. Ein Mitarbeiter soll regelmäßig in dem Haus ein- und ausgegangen sein, um den kranken Mann bei alltäglichen Dingen des Lebens zu unterstützen. Putzen und Aufräumen gehörte in den Augen des kirchlichen Wohlfahrtsverbandes offensichtlich nicht dazu.

Das Haus von Ralf Wlodarczyk gleicht einer Ruine. Der Hauseigentümer hat es im guten Glauben an einen psychisch Kranken vermietet - einen Messie.
Ralf Wlodarczyk steht fassungslos in seinem von einem Messie zerstörten Haus. Vorwürfe richtet er gegen die Caritas.

Der Vermieter wurde schließlich von Nachbarn alarmiert – irgendetwas soll mit seinem Mieter nicht gestimmt haben. Daraufhin kam Ralf Wlodarczyk vorbei. Als er den unfassbaren Zustand des Hauses sah war er fassungslos und verlangte von der Caritas eine Stellungnahme. Diese reagiert zwar, aber anders als Wlodarczyk es sich vorgestellt hatte: In dem Antwortschreiben steht unter anderem: Der Mieter habe "das Recht, den Zustand seiner Wohnung selbst zu bestimmen". Denn so ist die juristische Situation in Deutschland.

Mieter lebt nun in einem Wohnheim für Obdachlose

Ralf Wlodarczyk wird wohl auf den Kosten für die Reinigung und Sanierung oder sogar Abriss des Hauses sitzen bleiben. Es sei denn, sein psychisch kranker, ehemaliger Mieter kommt zu Geld - damit ist aber nicht zu rechnen. Seit seinem Auszug Anfang Mai lebt der Mann in einem Wohnheim für Obdachlose.

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