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Trommelfellriss: Und plötzlich pfeift das Ohr

7 Tipps gegen Ohrenschmerzen
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Mit einem Trommelfellriss ist nicht zu spaßen!

Einmal zu tief mit dem Wattestäbchen in den Gehörgang gedrungen oder eine für das Ohr zu starke Luftdruckveränderungen und schon kann es passieren: ein Trommelfellriss. Das kann unangenehme Folgen haben – und ist nicht immer behandelbar. 

Wie kann ein Trommelfellriss passieren?

Ärzte unterscheiden zwei Ursachen für einen Trommelfellriss: die direkte Trommelfellverletzung durch spitze oder stumpfe Gegenstände, wie Wattestäbchen bei der Ohrenreinigung, Kugelschreiber oder abgerutschte Haarnadeln. Dabei wird das feine Häutchen direkt durchstochen und dadurch verletzt.

Bei einem indirekten Trommelfellriss entsteht die Verletzung meist durch eine starke Druckveränderung in der Umgebung. Im Normalfall gleicht das Ohr unterschiedlichen Luftdruck selbst aus, steigt oder fällt der Umgebungsluftdruck jedoch extrem schnell, so muss man aktiv nachhelfen: durch Schlucken, Gähnen oder Luft anhalten wird der Druck im Ohr wieder reguliert. Beim Fliegen oder auch beim Tauchen kann es jedoch passieren, dass die Druckveränderung so stark ist, dass das Trommelfell nicht mehr standhalten kann und reißt.

Was viele nicht wissen: auch bei einer eitrigen Mittelohrentzündung kann das Trommelfell zu Schaden kommen, meist wächst es aber schnell von selbst wieder zu und verursacht dabei keine Ohrenschmerzen, da Schmerz und Druckgefühl der Entzündung durch den Trommelfellriss schlagartig verschwinden. 

Eine unangenehme Geschichte

Ist das Trommelfell gerissen ist das für den Betroffenen meist alles andere als angenehm. Das Ohr kann sich hohl anfühlen, stechen oder es kommt zu Hörverschlechterung und Tinnitus (= Geräuschen im Ohr). In schlimmen Fällen kann ein Trommelfellriss sogar zu dauerhaften Hörverlust oder gar Taubheit führen. 

Beim Trommelfellriss Schnell zum HNO-Arzt

Besteht der Verdacht eines Trommelfellrisses, sollte innerhalb eines Tages ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Dieser testet auf unterschiedliche Art und Weise, inwieweit das Trommelfell verletzt wurde und wie groß der daraus resultierende Schaden bereits ist. 

Hilfe beim Trommelfellriss

Ist das Trommelfell wirklich gerissen, so heilt es meist von selbst wieder zu. Unterstützend wird oft ein Antibiotikum eingenommen, um eine bakterielle Infektion zu verhindern, da Bakterien nun ungehindert in das Innere des Ohres vordringen könnten. Oft wird deshalb empfohlen die Ohren beim Duschen mit Watte zu schützen.

Sollte nach einem Monat immer noch ein Loch im Trommelfell zu finden sein, ist eine Operation meist unumgänglich. Dabei wird das Trommelfell mit Hilfe einer Silikonfolie gerichtet.

Wer einem Trommelfellriss vorbeugen möchte sollte die Ohren stets sehr vorsichtig reinigen und niemals zu tief mit Wattestäbchen und Co. in den Gehörgang eindringen. Vor Tauchgängen oder Flugreisen können abschwellende Nasensprays helfen – bei Erkältungen ist der Besuch bei einem HNO-Arzt zu empfehlen, um kein Risiko einzugehen. 

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