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Trennung: Wie lange soll man allein bleiben?

Trennung: Wie lange sollte man alleine bleiben?
Nach einer Trennung sollte man sich Zeit für sich nehmen © picture alliance / blickwinkel/M, McPHOTO

Trennung: Wie lange soll man allein bleiben?

Menschen sind selten richtig gern allein. Sie träumen stets vom Glück in der Partnerschaft, erfahren dies manchmal und manchmal auch nicht. Und Menschen lesen immer wieder in psychologischen Ratgebern, wie wichtig es ist, gut und vor allem gern allein sein zu können, damit dann später der Laden läuft in der Partnerschaft.

Da sich die Menschen aber, wie gesagt, nicht darum reißen, allein zu sein, ist die Zeit nach einer Trennung die einzige Zeit, wo man sich üben kann im fröhlichen Alleinsein. Wer übt sich in dieser Disziplin schon freiwillig? Deshalb ist die große Frage: Wie lange sollte diese Übungsphase von einer Beziehung zur nächsten dauern? Damit man auch wirklich etwas über sich selbst lernt und das Glück allein zu sein, in vollen Zügen genießen kann. Das gilt für Frauen wie für Männer.

Bei den meisten Männern allerdings ist Hopfen und Malz verloren, denn Männer tun sich richtig schwer mit dem Alleinsein, sind nach einer Trennung "ratzfatz" wieder in einer neuen Beziehung, gucken oft gar nicht genau hin, ob die neue Frau wirklich die richtige Frau ist. Hauptsache sie ist da. Die Damen der Schöpfung sind nach dem Ende einer Beziehung meistens naturgegeben länger allein, weil sie einfach anspruchsvoller sind und nicht Hans oder Franz nehmen. Darin liegt aber eine große Chance für eine neue, gut laufende Beziehung.

Die Phasen nach der Trennung nutzen

Aber was ist nun ein angemessener Zeitraum, um Wunden zu lecken, sich selbst zu finden und wieder fit zu werden für eine neue Liebe? Ich finde, ein halbes Jahr sollte nach einer Trennung ins Land gehen, bevor man wieder den Hafen einer festen Beziehung ansteuert. Das wäre jedenfalls ideal. Acht Wochen, um sich abzunabeln. Acht Wochen, um sich zu orientieren. Acht Wochen, um auszugehen, mit sich allein Spaß zu haben, das Leben zu lieben.

Doch was passiert, wenn man sich schnell neu verliebt hat? Wenn einem in der ersten Phase beim Bäcker einer über den Weg läuft, in den man sich unsterblich verguckt? Ohne jede Chance auf Gegenwehr. Was ist, wenn man von einer Beziehung in die nächste geht, weil da schon ein Mann auf einen wartet? Für den man sich vielleicht sogar getrennt hat. Nun, wenn das der Fall ist, würde ich dringend dazu raten, sehr langsam in die neue Beziehung zu gehen. Ich würde dazu zu raten, zu schleichen und den Fuß vom Gaspedal des Herzens zu nehmen!

Also auf keinen Fall täglich zusammenhocken! Erst Recht auf keinen Fall gleich zusammenziehen, um Himmels willen. Ich weiß, wie schwierig das ist, wenn jede Faser von Körper, Seele und Geist nach dem neuen Mann schreit. Trotzdem, schreibt Euch das hinter die Ohren! Die Parole lautet: Liebe auf Sparflamme! Die meisten von Euch haben doch auch schon einmal eine Diät gemacht und sind versiert im Verzichten, weil am Ende die gute Figur winkt. So müsst Ihr das sehen, wenn Ihr Euch mit einem Kerl zurückhaltet. Am Ende winkt die bessere Beziehung! Weil Ihr im Kopf und im Herzen klar seid. Und diese Klarheit braucht einfach Zeit. Ihr müsst erkennen, woran die alte Beziehung gescheitert ist, um es in der nächsten besser zu machen.

Und was ist mit den Übergangsmännern? Ich werde immer wieder gefragt, was ich von sogenannten "Übergangsmännern" halte. Ob die denn wenigstens gehen. Die gehen! Die finde ich toll! Vorausgesetzt, man verliebt sich nicht und der Übergangsmann kann mit diesen Gefühlen nichts anfangen. Oder umgekehrt. Er verliebt sich und drängelt auf mehr, als ein Übergangsmann zu sein. Das ist ein Drama, das man nach einer Trennung nicht braucht. Was man gut haben kann, das ist erfüllender und geiler Sex.

Hat man einen netten und hübschen und erotischen Mann gefunden, der in dieser Angelegenheit ein bis zwei Mal in der Woche bei einem vorbeischaut, hilft das enorm bei der Selbstfindung und Verarbeitung der Trennung. Dann ist man allein und hat Zeit zum Nachdenken. Und man ist doch nicht so wirklich allein. Dennoch gerade allein genug, um zu sich zu kommen. Perfekt!

 

Übergangsmänner für die Zeit nach der Trennung

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