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Traurig und müde: Winterblues bei Jugendlichen

Depression bei Jugendlichen
Wenn Jugendliche oft gereizt ragieren und kaum noch jemanden an sich heranlassen, kann das an einer Depression liegen. Gerade im Winter treten bei vielen solche Stimmungstiefs auf. Foto: Felix Kästle © DPA

Wütend, gereizt, Kopf- oder Bauchweh: Das können bei Jugendlichen im Winter Warnsignale für eine saisonal abhängige Depression sein. Wenn die Leistungen in der Schule plötzlich schlechter werden oder Betroffene traurig wirken, ist das ebenfalls ein Anzeichen.

"Oft haben sie ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis und meist mehr Appetit als sonst - vor allem auf Kohlenhydrate", erklärt Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP). Täglich bei Tageslicht rausgehen und sich bewegen kann helfen - das sollten Betroffene auch an bedeckten Tagen tun.

Wenn die Leistungsfähigkeit deutlich abnimmt, sollten Betroffene zum Arzt gehen, rät der Verband. Gleiches gilt, wenn leichtere Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten. Der Facharzt kann auch die Störung von anderen Depressionsformen abgrenzen. Eine saisonale Depression kehrt in der Regel jedes Jahr wieder. Außerdem sind meist auch Eltern oder Geschwister betroffen.

Symptome von Depressionen sind bei Kindern und Jugendlichen laut BKJPP in der Regel Desinteresse und Antriebslosigkeit - die weiteren Anzeichen verändern sich mit dem Alter: Während betroffene Kinder im Vorschulalter oft etwa anhänglich und passiv sind, neigen Jugendliche eher zum Rückzug. Jüngere Kinder äußern auch häufiger Kopf- oder Bauchschmerzen oder haben Probleme beim Schlafen. Bei Jugendlichen können auch Gewichtsverlust, ein Tief in den Morgenstunden und ein vermindertes Selbstwertgefühl Warnsignale für eine Depression sein.


dpa
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