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Tränensäcke: So haben müde Augen keine Chance

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Beugen Sie Tränensäcken effektiv vor
Dunkle Ringe unter den Augen sind teilweise auch genetisch bedingt. © picture alliance / dpa Themendie, Monique Wüstenhagen

Beugen Sie Tränensäcken effektiv vor

Kurz nach dem Aufstehen reicht ein Blick in den Spiegel, um der ungeliebten Problemzone wortwörtlich ins Auge zu blicken: dicke Tränensäcke. Die geschwollenen Unterlidpartien lassen uns alt und müde aussehen. Woher aber kommen Tränensäcke, was kann man gegen sie unternehmen und ist es möglich, ihnen vorzubeugen?

Wenn wir uns morgens schwerfällig, verknautscht und fröstelnd aus dem warmen Bett schälen, recken sie sich vielen von uns prall und voller Hohn entgehen: verquollene Tränensäcke unter den Augen, die den Spruch „Morgenstund hat Gold im Mund“ zur Gänze in Frage stellen. Warum aber haben manche Menschen dauerhaft geschwollene Unterlider, auch wenn die letzte Party schon eine Weile zurückliegt und die vergangene Nacht eigentlich ganz erholsam war?

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Woher kommen Tränensäcke?

Tränensäcke entstehen beim ganz normalen Alterungsprozess, denn je älter wird werden, desto mehr verliert unsere Haut an Festigkeit und Elastizität. Hier erschlafft die Haut des Unterlids, was dazu führt, dass sich an diesen Stellen vermehrt Flüssigkeit und Fettgewebe sammeln.

Aber auch ungesunde Lebensweisen wie wenig Schlaf, viel Alkohol- und Nikotinkonsum sowie regelmäßiger Stress lassen Tränensäcke entstehen. Wie bei vielem spielen auch gute und weniger gute Gene eine Rolle: Manche Menschen werden also trotz eines gesunden Lebensstils schon früh mit Tränensäcken konfrontiert.

Was hilft gegen Tränensäcke?

Grundsätzlich muss man unterscheiden, ob es sich bei den geschwollenen Partien unter den Augen tatsächlich um Tränensäcke handelt oder ob die Augen lediglich temporär geschwollen sind. Bei geschwollenen Augen helfen ein paar einfache Hausmittelchen.

Geschwollene Augen

Wenn Sie geschwollene Augen haben, sollten Sie generell darauf achten, dass Sie ausreichend Schlaf bekommen. Ist dies einmal nicht möglich, dann gießen Sie sich am nächsten Tag zwei Beutel Grün- oder Schwarztee auf – nehmen Sie die Beutel direkt nach dem Aufgießen wieder aus der Tasse und lassen Sie sie kurz Abkühlen. Dann legen sie diese für 15 Minuten auf die geschlossenen Augen.

Die Gerbstoffe des Tees kurbeln den Stoffwechsel der Lymphdrüsen an. Danach massieren Sie mit einer Creme über die betroffenen Partien von innen nach außen, um den Abtransport der angestauten Flüssigkeit zusätzlich zu unterstützen. Alternativ können Sie auch Teelöffel in den Kühlschrank legen oder Kühlpads verwenden, die Sie dann vorsichtig auf die geschwollene Haut legen. Dabei ziehen sich erweiterte Blutgefäße wieder zusammen und die Schwellung klingt ab. Hier sollten Sie darauf achten, dass Sie die Pads nie direkt auf die Haut geben, da es durch die Kälte zu Verletzungen der Haut kommen kann. Daher Kühlpads immer in ein Hand- oder Küchentuch einwickeln.

Helfen diese Hausmittel nur akut? Keineswegs! Durch solche Behandlungen beugen Sie aktiv der Bildung von Tränensäcken vor.

Echte Tränensäcke

Haben es sich bei Ihnen jedoch echte Tränensäcke unter den Augen gemütlich gemacht, dann helfen auch Tee, Kühlpads und Cremes nichts. In diesem Fall können Sie es zunächst mit einer Lymphdrainage versuchen, die mit Hilfe einer speziellen Massagetechnik angestaute Flüssigkeiten abtransportieren soll.

Hilft auch das nicht, kann ein operativer Eingriff den Fettpölsterchen zu Leibe rücken. Bei der sogenannten Unterlidstraffung wird das überschüssige Fett weggeschnitten. Jedoch ist diese Operation, wie alle anderen auch, mit nicht zu unterschätzenden Risiken verbunden. So kann es passieren, dass es zu Blutergüssen, Wundheilungsstörungen, Infektionen und Narbenbildung kommt. Werden die Wunden nicht korrekt vernäht, kann es auch passieren, dass die Lider nicht mehr richtig schließen und so die Hornhaut austrocknet. Die Folge: Sie sehen immer schlechter.

Wie kann ich geschwollenen Tränensäcken vorbeugen?

Wie bereits beschrieben, können Sie schon früh Tränensäcken dadurch vorbeugen, indem Sie temporär geschwollene Augen mit Teebeuteln und Kühlpads behandeln.

Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass Sie immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Das hilft, dass Gewebeflüssigkeit regelmäßig abtransportiert wird und nicht zu Wassereinlagerungen kommen kann.

Ringe unter den Augen

Bei Augenringen haben wir im Gegensatz zu Tränensäcken zu wenig Polsterung unter den Augen. Das führt dazu, dass durch die sowieso schon sehr dünne Haut des Unterlids vermehrt Äderchen und auch der Tränenkanal durchschimmern. Trinken und schlafen wir außerdem zu wenig, wird unser Blut zähflüssig und tritt umso stärker durch die dünne Haut unter den Augen hervor.

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