Toxisches Schocksyndrom wegen Tampon: Mutter fällt ins Koma und verliert Gedächtnis

Ein verseuchter Tampon macht Johanna krank

Joanna Cartwright aus Doncaster in South Yorkshire/England erkrankt ganz plötzlich an einer zunächst seltsam scheinenden Krankheit: Der damals 24-Jährigen fallen die Haare und Nägel aus, acht Hautschichten lösen sich und sie verliert immer wieder das Bewusstsein. Die Diagnose: Toxisches Schocksyndrom, ausgelöst durch Bakterien auf einem Tampon, den sie benutzt hat, berichtete die ‚Daily Mail‘. Es droht ein totales Organversagen – die Ärzte versetzen die Dreifachmutter ins Koma. Als sie aufwacht, kann sie nicht mehr laufen und das Gedächtnis ist weg. Sie erkennt ihre Familie – den Mann und drei Kinder – nicht wieder.

Joanna Cartwright liegt im Koma
Ärzte mussten Johanna ist künstliche Koma versetzen, weil ihre Organe drohten zu versagen. Die Ursache für die Erkrankung waren Bakterien auf einem Tampon, die zum toxischen Syndrom führten. © Caters News Agency

Joanna hat wie sonst jeden Monat zuvor einen Tampon benutzt. Doch Tage später geht es ihr immer schlechter. Sie wird ins Krankenhaus eingeliefert, die inneren Organe drohen zu versagen. Die Ärzte versetzen Joanna ins künstliche Koma – an ihrem 25. Geburtstag.

Als sie acht Tage später wieder aufwacht, ist sie umgeben von Glückwunschkarten. Doch darüber freuen kann sie sich nicht. Als ihr die Krankenschwester die Karten vorliest, kommen ihr die Absender fremd vor. Und was noch schlimmer ist: Sie erkennt ihre drei Töchter – Lacey (8), Nicole (7) und Scarlett-Rose (3) – auf den Fotos nicht mehr wieder. Joanna hat als Folge einer Hirnhautentzündung ihr Gedächtnis verloren. Und der zweite Schock, den die junge Frau erleben muss: Sie kann nicht mehr laufen.

Die Genesung war ein langer und langsamer Prozess. Das Gedächtnis kam nach und nach zurück, doch es ist noch lückenhaft, einige Erinnerungen sind noch immer nicht da. Erst durch intensive Physiotherapie lernt sie außerdem, wieder zu gehen. Joanna hat Glück gehabt, denn bei ihrer Krankenhaus-Einlieferung sagten die Ärzte ihrer Familie, dass sie nur Stunden vom Tod entfernt war. Heute sagt sie: „Es war ein wirklich traumatische Erfahrung. Und ich weiß, es gibt Teile von mir, die nie wieder dieselben sein werden. Aber ich bin froh, es geschafft zu haben und darauf, dass meine Mädchen noch ihre Mutter haben.“

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