Tödlicher Allergieschock: Junge Frau stirbt nach Burger-Essen

Hätte eine Zutatenliste ihr Leben retten können?

Dass Burger-Essen ungesund ist, das ist den meisten von uns bekannt. Doch dass der Fleischgenuss tödliche Folgen haben kann, das ist für viele ein Schock. Die 18-jährige Shahida wollte eigentlich nur ein leckeres Burgermenü genießen und den Abend mit ihren Freunden verbringen – jetzt ist sie tot. Der Grund für den Zusammenbruch des Teenagers soll ein allergischer Schock gewesen sein.

Shahida war Mathematikstundentin, eine junge, hübsche Frau, die voll im Leben stand. Ihre Freunde können ihren Tod immer noch nicht begreifen. "Es ist so schockierend", erzählt einer ihrer Mitstudenten. "Ich hätte nie gedacht, dass so etwas passieren kann."

Vor ihrer Bestellung in einer Burger-Bar in Manchester erkundigte sich Shahida extra noch, welches Menü für sie unbedenklich ist. Denn das Mädchen litt unter vielen verschiedenen Allergien. Der Kellner empfiehlt ihr daraufhin ein Menü mit Huhn - ein folgenschwerer Fehler. Kurz nach dem Restaurantbesuch klagt Shahida über Unwohlsein und bricht nur wenige Stunden später zusammen.

Drei Tage später ist die junge Frau tot. Doch kann man dem Kellner der Burger-Restaurants wirklich einen Vorwurf machen? "Es ist sicherlich eine Erfahrung, dass ich als Allergiker besser informiert sein sollte als der Kellner", so Allergologe Professor Ludger Klimek. Seit Anfang des Jahres gibt es eine EU-Verordnung, wonach jedes Restaurant eine Zutatenliste haben muss.

Welche Allergie genau zu Shahidas Tod geführt hat, ist noch nicht klar. Sicher ist jedoch, dass ein Blick auf eine Zutatenliste, statt blindes Vertrauen gegenüber dem Kellner, das Leben der erst 18-Jährigen vielleicht hätte retten können.

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