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Töchter pöbeln im Kino: Mutter schreibt öffentliche Entschuldigung

Mutter entschuldigt sich per Facebook für das Benehmen ihrer Töchter
Keysha Woods entschuldigt sich im Facebook-Post für das Benehmen ihrer Töchter

Ergreifende Reaktionen auf Facebook-Post

Diesen speziellen Denkzettel werden die beiden 13-Jährigen Mädchen wohl nicht so schnell vergessen: Weil sie in einem Kino pöbelten und einer Frau den Kinobesuch mit ihrer Tochter verdarben, entschuldigte sich ihre Mutter öffentlich und suchte nach der Betroffenen. Nicht nur die Reaktion der Frau, auch die der Facebook-Community war erstaunlich.

Als die Amerikanerin Kyesha Wood aus dem US-Bundesstaat Alabama ihre Tochter, Stieftochter und ihren 16-jährigen Sohn nach der 19-Uhr-Vorstellung von Cinderella abholte, bekam ihre gute Laune einen herben Dämpfer. Ihr Sohn erzählte vom unmöglichen Benehmen der beiden Mädchen während des Kinobesuchs. Aufgebracht und auch verschämt richtete sie sich in diesem Facebook-Post an die Mutter, um sich für das Benehmen ihrer Töchter zu entschuldigen:

„Ich suche eine Frau, die heute Abend die 19-Uhr-Vorstellung von 'Cinderella' besucht hat. Mein Sohn hat mir erzählt, dass meine Mädchen während des Films unhöflich und unausstehlich waren. Die Frau, die ich suche, hat meine Kinder gebeten, ruhig zu sein und wurde im Gegenzug beleidigt. Nach dem Film hat sie meine Mädchen angesprochen und ihnen erzählt, dass ihr Mann seinen Job verloren habe und dass dieser Film die vorläufig letzte Möglichkeit gewesen war, mit ihrer Tochter ins Kino zu gehen – meine Mädchen haben das ruiniert. Wenn Sie diese Frau sind, melden Sie sich bitte bei mir. Ich kann Ihnen versichern, dass die Mädchen angemessen bestraft werden. Dieses unhöfliche, respektlose und schreckliche Benehmen ist inakzeptabel und die Mädchen schulden Ihnen eine Entschuldigung. Mein Mann und ich werden die Mädchen dazu auffordern, sich persönlich bei Ihnen zu entschuldigen. Außerdem würden wir Sie sehr gerne vom Taschengeld der Mädchen in den nächsten Film einladen sowie für Snacks sorgen. Bitte schreiben Sie mir, wenn Sie sich angesprochen fühlen. Ich bitte vielmals um Verzeihung für das Benehmen der Mädchen.“

Der Wachtmeister Jack Self wurde auf Kyeshas bewegenden Eintrag aufmerksam und teilte ihn auf der Facebook-Seite der Jefferson County Polizeistation. Der Post wurde von tausenden Menschen kommmentiert – auch von der Frau, die Kyesha damit erreichen wollte: Rebecca Boyd. Sie schrieb: „Ich bin die Mutter aus dem Kino. Ich bin mit meiner Tochter in 'Cinderella' gegangen…und war ziemlich verärgert und enttäuscht vom Benehmen der Mädchen. Die Nachricht der Mutter hat mich aber zu Tränen gerührt und mir gezeigt, dass es noch gute Menschen auf dieser Welt gibt. Ich nehme es den Mädchen nicht mehr übel, aber ich bin stolz auf ihre Eltern. Die Mädchen sind keine bösen Menschen…sie sind nur Kinder. Ich bin froh, dass sie ihre Lektion lernen werden. Ich hoffe, dass jemand später meine Teenies in ihre Schranken weist, wenn sie sich in der Öffentlichkeit daneben benehmen.“

Danach nahm Rebecca mit Kyesha Kontakt auf. Und trotz aller Aufmerksamkeit, die Kyesha für ihre besondere Entschuldigung erhält, nennt sie Rebecca die wahre Heldin der Geschichte und eine großartige Mutter.

Der Facebook-Eintrag hatte noch einen positiven Nebeneffekt: Außer Kyesha boten sich auch andere gerührte Menschen an, Rebecca und ihrer Tochter Ashley den nächsten Kinobesuch zu bezahlen. Und Rebeccas Mann erhielt sogar einige Job-Angebote.

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