Todesurteil vor 19 Jahren: Dank Wärmetherapie hat sie den Krebs überlebt

Ihr Leben verdankt sie ihrer Eigeninitiative

Ein halbes Jahr hatten die Ärzte ihr noch gegeben. Das war vor 19 Jahren. So lange lebt Evelyn Schiffner schon mit der Diagnose Krebs. Denn von Anfang an wollte sie sich nicht mit der Diagnose der Ärzte abfinden. Nach Operation und Chemotherapie suchte sie auf eigene Faust nach begleitenden alternativen Behandlungstherapien.

Als Sieg betrachtet sie ihr Überleben bislang nicht - eher als Gnade. "Ich bin froh, dass ich meine Kinder habe aufwachsen sehen, dass ich mich immer wieder hochrappeln konnte", sagt sie. Nach der Diagnose Krebs wird Evelyn Schiffner sofort operiert. Es folgt eine Chemotherapie. Anschließend normalisiert sich Evelyns Leben. Nach drei Jahren ist der Krebs allerdings zurück.

Dieses Mal entscheidet sich Evelyn gegen die reine Schulmedizin. Sie will ihren Krebs mit einer biologischen Wärmemethode bekämpfen. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Ärztin. "Es gibt eine zweite Ebene - das ist die Ebene der Vitalität: Wie ein Mensch sich fühlt, wie viel Regenerationskräfte er hat, man könnte auch sagen, Gesundungskräfte, die wir alle in uns haben", erklärt Marion Debus, Oberärztin für Innere Medizin und interdisziplinäre Onkologie.

Fünf Jahre geht alles gut. Doch dann zahlt Evelyns Krankenkasse die ganzheitliche Therapie nicht mehr. Evelyn erleidet einen Rückfall, muss erneut operiert werden. Nach vielen Behördengängen erstreitet sich Evelyn schließlich erneut eine Wärmebehandlung. Sie wird unter anderem in ein künstliches Fieber versetzt. Der ganze Körper wird erwärmt und gleichzeitig wird der Körper übersäuert, so dass die Tumorzellen anfangen, sich zu entwickeln - gleichzeitig wird viel Sauerstoff gegeben: Durch die Überwärmung schwitzen die Proteine und werden zerstört.

Doch diese Methode ist kein Wunderheilmittel, sondern nur eine mögliche, begleitende Therapie, neben der Schulmedizin. "Streng genommen muss man unterscheiden zwischen alternativen Heilmethoden und komplementären. Die komplementären sind die, die jetzt auch Frau Schiffner angewendet hat, nämlich zusätzliche Methoden. Zusätzlich zu den wissenschaftlich nachgewiesenen, wie zum Beispiel die Chirurgie, denn Frau Schiffner ist ja auch operiert worden", erklärt Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht. Evelyn Schiffner ist nach wie vor Krebspatientin. Doch ihr Zustand ist stabil.

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