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Todesfalle Schlaftablette: Schlafmittel steigern Krebsrisiko

Schlafmittel können zum Tod führen. Gefährlich: Das Sterberisiko erhöht sich bis um das Fünffache
Wer Schlafmittel nimmt, begibt sich in große Gefahr! Eine große Studie enthüllt erhebliche Risiken. © dpa bildfunk

Risiko Schlaftablette

Schlaf ist gesund, aber nicht, wenn er aus Schlafmitteln stammt. Dann wird er richtig gefährlich! Die Ergebnisse einer großen Studie mit über 34.000 Amerikanern machen hellwach: Schon geringe Dosen von Schlaftabletten erhöhen die Gefahr, vorzeitig zu sterben. Und zwar erheblich!

Bereits 18 Einnahmen pro Jahr bedeuten, dass das Sterberisiko 3,5-mal höher ist als bei Patienten, die keine Schlaftabletten nehmen. Und: je höher die Dosis, desto höher das Risiko. Wer bis zu 132-mal im Jahr zur Schlaftablette greift, stirbt viermal häufiger und wer noch mehr Schlafmittel verwendet, sogar fünfmal eher als Leute ohne Schlafmittel. Für die letztere Gruppe wurde auch ein 35 Prozent höheres Krebsrisiko festgestellt.

Die Tabletten selbst sind aber in den wenigsten Fällen die Todesursache. Manchmal wirken Schlafmittel zwar auch am Tag nach und dann können sie Unfälle auslösen, die zum Beispiel im Straßenverkehr oft auch schwer sind. Einige der Schlafmittel-Nutzer werden von den Einschlafhilfen auch depressiv und haben dann ein höheres Selbstmord-Risiko.

Drei Tipps für guten Schlaf ohne Medikamente

Andere – eher mittelbare – Folgen der Schlafmittel-Einnahme, die zum Tod führen können, sind verstärkte Atemaussetzer während des Schlafs – Apnoe - die das Herz schädigen. Außerdem kommt es manchmal zu Störungen im Verdauungstrakt, die Infektionen auslösen können.

Auch die mangelnde Wirkung der Schlafmittel selbst ist eine Gefahr. Nur 20 Prozent der Menschen, die Schlafmittel nehmen, erreichen damit einen wirklich erholsamen Schlaf. Wissenschaftler wissen seit langem, dass Schlafmangel die Lebenserwartung senkt.

Die Forscher warnen vor Panik: Noch seien viele Faktoren und Zusammenhänge ungeklärt. Dennoch sollte man Schlafmittel jetzt mit noch größerer Zurückhaltung verwenden und sich besser Gedanken über Alternativen machen. Das Risiko gehe dabei nicht nur von den traditionellen Barbituraten aus, sondern auch von modernen 'Z-Substanzen‘ wie Zolpidem.

Diese folgenden drei Tipps helfen Ihnen, auch ohne Schlafmittel in den Schlaf zu finden:

Sie schlafen besser, wenn Sie nicht bis zur letzten Minute vor dem Sprung ins Bett fernsehen.

Bei Schlafproblemen lohnt es sich auch, abends auf Alkohol zu verzichten.

Wer nicht in den Schlaf findet, weil ihm ständig Gedanken und Probleme durch den Kopf gehen, sollte sich einen Ruck geben, das Licht wieder anschalten und diese Gedanken und Probleme kurz auf einen Zettel schreiben. Es ist sehr viel besser, sich tagsüber damit zu beschäftigen als während der Nacht!

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