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Tipps gegen fiese Schädlinge im Haus

Tipps gegen fiese Schädlinge im Haus
© picture alliance / dpa, Philipp Brandstädter

Kakerlaken & Co.: Haustiere, die keiner mag

Nicht nur in der Natur, auch bei uns zu Hause kreucht und fleucht es manchmal: Fruchtfliegen, Mehlwürmer, Motten, Silberfische, Asseln und Milben tummeln sich auf dem Obstteller, im Vorratsschrank, in Küche, Bad, Keller oder im Bett. Mit diesen Tipps verschwinden die ekligen Viecher auch ohne Kammerjäger.

Silberfische:

Sie lieben eine feucht-warme, dunkle Umgebung. Sie sind also meistens im Badezimmer zu finden. Dort ernähren Sie sich von Haut- und Haarresten und von Schimmelpilzen.

Tipp: Staubsaugen und lüften Sie regelmäßig. Versuchen Sie die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Locken Sie die Silberfische mit einer halbierten Kartoffel an und befördern Sie sie dann in die Mülltonne. Dichten Sie Ritzen und Fugen mit Silikon ab, damit sie sich in diesen Schlupfwinkeln nicht verstecken und vermehren können.

Kleidermotten:

Kleidermotten fressen sich durch alle möglichen Textilien, Kleidung Teppiche und Sofabezüge. Der Geruch von getragener Wäsche lockt sie besonders an. Die Motten-Weibchen, die bis zu 14 Tage alt werden, können in der Kleidung 50 bis 60 Eier ablegen. Sie bevorzugen vor allem Wolle, aber auch anderes organisches Material wie Pelze und Felle.

Tipp: Am wirksamsten ist es, die Kleidung bei mindestens 40 Grad zu waschen. Hängen Sie keine getragene Wäsche in den Kleiderschrank und schließen Sie die Schranktüren. Zur weiteren Vorbeugung helfen Lavendel und Mottenkugeln. Mottenstreifen dagegen bringen nichts, da sie nur die Männchen aus dem Verkehr ziehen.

Lebensmittelmotten:

Lebensmittelmotten (u.a. Mehlmotten und Dörrobstmotten) sitzen in Vorratsschränken und ernähren sich mit Vorliebe von trockenen Grundnahrungsmitteln (Getreide, Müsli, etc.). Sie kommen mit verseuchten Produkten in unseren Haushalt, legen Ihre Larveneier in den kleinsten Ritzen ab und verbreiten sich rasend schnell. Sie sind sehr robust und überleben oft sogar Insektizide.

Tipp: Entsorgen Sie allen befallenen Produkten und solche, die sich in der nächsten Umgebung befinden. Saugen Sie Ritzen aus und verdichten Sie diese. Wichtig: Entfernen Sie den Staubsaugerbeutel und spülen Sie das Gehäuse und den Filter aus, sonst vermehren sich die Motten weiter. Stellen Sie vorsichtshalber noch Pheromon-Köder auf, die die überlebenden Motten anlocken. Verpacken Sie Nahrungsmittel luftdicht in Glas- oder Plastikbehältern.

So bekämpfen Sie Schädlinge im Haus

Fruchtfliegen:

Egal, ob Sommer oder Winter, wenn Sie Obst zu lange bei Zimmertemperatur aufbewahren, ist es bald von scheinbar aus dem Nichts auftauchenden Minifliegen befallen. Die Larven der Fliegen entwickeln sich in den verschiedensten Organismen und zerstören sie.

Tipp: Bewahren Sie Früchte nur kurz und abgedeckt im Raum auf. Länger frisch, knackig und frei von Fliegen bleibt Obst im Kühlschrank. Locken Sie bereits vorhandene Obstfliegen in ein Glas mit Obstsaft und Spülmittel. Dort kommen sie nicht mehr heraus.

Mäuse:

Alle Lebensmittel gut verschließen, damit erst gar keine kleinen Nager angelockt werden. Der gute Geruchssinn lässt Mäuse selbst versteckte Vorräte problemlos finden. Genauso ist ein zu sorgloser Umgang mit Müll ein Grund für die Maus bei Ihnen einzuziehen. Der erste Schritt ist zudem alle Mauerwerksöffnungen im Haus, offene Kellerfenster und Ritzen zu beseitigen. Wenn ein Maschendraht angebracht wird, darf die Maschenweite nicht größer als fünf Millimeter betragen. Wer Haustiere hat, ist besonders gefährdet. Denn was diese als Futter hingestellt bekommen, spricht auch den Mäuseappetit an.

Das einfachste Mittel gegen Mäuse sind Katzen. Auch mit Terpentin getränkte Baumwolllappen in ein Mäuseloch gesteckt, sollen helfen. Der Geruch von manchen Pflanzen ist Mäusen sehr unangenehm und hält die Plagegeister fern: Kamille und Minze. Auch Gewürznelken und Oleanderblätter gelten als Mäuseschreck. Beim Einsatz von Schlag- oder Lebensfallen gegen Mäuse soll der Einsatz von Schokocreme und Erdnussbutter zu sehr guten Fangergebnissen führen. Wenn gar nichts hilft, sollte man auf professionelle Hilfe vertrauen. Und damit sollte man auch nicht zu lange warten Mäuse vermehren sich rasend schnell.

Mehlkäfer:

Ähnlich wie die Lebensmittelmotten befallen auch Mehlkäfer (Mehlwürmer) Nahrungsmittel, insbesondere Mehl und Getreideprodukte sowie Produkte, die Stärke enthalten. Die Larven der Mehlkäfer, die Mehlwürmer, können den Zwergbandwurm auf den Menschen übertragen.

Tipp: Gehen Sie vor wie bei einem Befall durch Lebensmittelmotten.

Kakerlaken/Schaben:

Sie leben überall dort, wo sie sich Zugang verschaffen können und ernähren sich von fast allem, was sie finden. Darum sind sie so unberechenbar und nicht platt zu kriegen. Wenn Sie eine sehen, können Sie davon ausgehen, dass es noch hundert gibt, die Sie noch nicht entdeckt haben.

Tipp: Gar nicht lange fackeln, sondern Klebefallen auslegen und ein entsprechendes Anti-Schaben-Pulver im Handel besorgen und ausstreuen.

Kellerasseln:

Diese hässlichen und gefräßigen Tierchen leben hauptsächlich in Kellern, also in einer dunklen, kühlen Umgebung. Dort fressen sie Pflanzenreste von Gemüse und Kartoffeln.

Tipp: Dichten Sie Ritzen mit Silikon oder Putz ab. Legen Sie eine angefaulte Kartoffel als Köder aus und entsorgen Sie sie mitsamt den Asseln auf den Kompost. Es gibt auch spezielle Klebefallen oder Giftstoff-Köder, an denen die Asseln hängen bleiben. Sorgen Sie auch im Keller für trockene Luft.

Milben:

Milben können Sie nicht sehen, aber spüren. Besonders Allergiker leiden unter Hausstaubmilben, die sich am liebsten dort aufhalten, wo es schön warm ist – im Bett.

Tipp: Lüften Sie Ihr Bettzeug regelmäßig, waschen Sie es bei mindestens 60 Grad und benutzen Sie spezielle Allergiker-Bettwäsche und -Matratzenbezüge. Saugen Sie Matratze und umliegende Teppiche gründlich ab. Vermischen Sie zur Vorbeugung einen halben Liter Wasser mit einem Fläschchen Teebaumöl in einem Zerstäuber und besprühen damit leicht die Matratze, die Sie anschließend trocknen lassen und neu beziehen. Diese Mischung können Sie auch für Teppiche, Sofas und andere Textilien verwenden.

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