Tierversuche an Affen: Air France mitschuldig an Folter-Forschung?

So leiden Affen für Kosmetik-Forschung

Ist Tierquälerei okay, wenn es darum geht, neue Kosmetika auf den Markt zu bringen? Macht sich eine Fluggesellschaft mitschuldig am Quälen tausender Affen, wenn sie - wie Air France - die einzige ‚Major Airline‘ ist, die derzeit noch die Primaten zu den Laboren fliegt? Die Meinungen dazu gehen auseinander, was zum Teil auch daran liegt, dass die grausige Wirklichkeit der Versuchslabore sorgfältig vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten wird.

Die Tierschützer von PETA schaffen es jedoch immer wieder, ihre Kampagnen mit dramatischen Bildern unglaublicher Grausamkeiten zu illustrieren und die Weltöffentlichkeit auf versteckte und verdrängte Kapitel der Folter-Forschung aufmerksam zu machen.

Derzeit ist Air France ins Visier der Tierschützer geraten. Nach PETA-Informationen hat Air France allein 2013 rund 5.500 Versuchs-Affen über den Chicagoer Flughafen an Versuchslabore in den USA geliefert. PETA weist darauf hin, dass jedes zehnte Versuchstier den Transport nicht überlebt: In viel zu kleine Kisten gezwängt und bis zu 30 Stunden lang ohne Wasser und Futter halten viele Affen die Behandlung nicht aus.

Mehr als eine halbe Million Menschen haben bereits eine Resolution an die Airline geschickt, in der dieser Geschäftszweig von Air France kritisiert wird, verbunden mit der Ankündigung, andere Fluglinien benutzen zu wollen, so lange Air France den Versuchstier-Transport nicht unterbindet. Air France hat zu den Vorwürfen bislang keine Stellung nehmen wollen.

Ein Video mit Material, das PETA von Whistleblowern aus den Versuchslabors zugespielt wurde, zeigt die entsetzlichen Qualen, denen die uns Menschen so nahe stehenden Tiere ausgesetzt werden. Empfindsame Menschen und Kinder sollten sich das Video besser nicht anschauen.

Anzeige