LEBEN LEBEN

Tierliebe bis in den Tod: Mann begeht Selbstmord, nachdem man ihm seinen Hund nahm

Tierliebe bis in den Tod: Mann begeht Selbstmord, nachdem man ihm seinen Hund nahm

Tierliebe bis in den Tod

Diese Geschichte geht unter die Haut: Als Hundehalter Dan nicht beweisen kann, dass sein geliebter Hund Zato nicht zu einer der in Dänemark verbotenen Hunderassen gehört, wird Zato von den Behörden beschlagnahmt und getötet. Dass sein Hund wegen fehlender Papiere eingeschläfert wurde, konnte der 27-Jährige nicht verkraften – und nahm sich das Leben.

In Dänemark sind 13 Hunderassen illegal. Wenn ein Hund einer der Rassen nur ähnlich sieht oder ein Mischling sein könnte, darf er von der Polizei beschlagnahmt und getötet werden, ganz ohne juristische Prüfung. Hund Zato fiel ihr nicht durch gefährliches Verhalten auf, er war von Zuhause entwischt, gleichzeitig wirkte er auf Menschen bedrohlich - er war

groß und stämmig.

Ein Bürger sah ihn und meldete ihn bei der Polizei, die ihn sofort mitnahm. Danach hatte Dan acht Tage Zeit zu beweisen, dass sein Hund keiner verbotenen Hunderasse angehört. Ohne Stammbaum konnte er den Nachweis aber nicht erbringen und musste ihn schweren Herzens bei den Behörden lassen. Damit war Zatos Todesurteil unterschrieben.

Dan, der laut seiner Mutter eine sehr enge Bindung zu seinem Hund hatte und sich die Schuld an seiner Einschläferung gab, verkraftete diesen Verlust nicht. Er nahm sich kurze Zeit später das Leben.

Hundepsychologe Andreas Hallgren erklärte gegenüber dem dänischen 'Ekstrabladet', man könne die Beziehung zum Hund mit der zu einem Familienmitglied vergleichen. Wären auch andere Umstände im Leben nicht optimal, könnte ein solcher Verlust durchaus zu einer derart heftigen Reaktion führen. Er hofft, dass die Gesetzgebung bald auch moralisch ausgerichtet wird, damit solche tragischen Entscheidungen nicht mehr getroffen werden.

Anzeige