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Tierhasser: Hund frisst Giftköder, Halterin muss zusehen

Der Mann hielt die Halterin fest, seine Frau warf Giftköder hin

Ein älteres Paar aus Euskirchen soll kürzlich eine 40-jährige Frau auf offener Straße angegangen haben, als diese mit ihrem kleinen Beagle Gassi ging. Der etwa 70-jährige Mann packte die Hundehalterin am Arm und hielt sie fest. Seine etwa gleichaltrige Begleiterin warf dem Hund derweil vergiftete Fleischstückchen hin, die das ahnungslose Tier sofort fraß.

Tierhasser: Hund frisst Giftköder, Halterin muss zusehen
Das Tier kämpft noch um sein Leben. © picture-alliance/ dpa, Landov Angelillo 4416935

Die beiden Tierhasser setzten sich daraufhin auf ihre Fahrräder und verschwanden. Da die Halterin den Hund sofort zum Tierarzt brachte, wird das Tier die Tat glücklicherweise überleben - wenn auch ganz knapp. Die Täter sind noch immer nicht gefasst, die Polizei warnt daher alle Tierhalter.

Schenken Sie Ihrem Hund auch beim Gassigehen Aufmerksamkeit

Das Paar wird wie folgt beschrieben:

Beide sollen etwa 70 Jahre alt sein. Der Mann soll etwa 1,80m bis 1,85m groß und sehr schlank sein. Er trug eine silberne Brille und hatte graue, nach hinten gekämmte Haare. Sie soll etwa 1,60m bin 1,65m groß und ebenfalls schlank sein. Sie hatte eine kleinkarierte grün-beigefarbene Hose an und trug eine ergraute Kurzhaarfrisur.

Leider lässt sich nie hundertprozentig ausschließen, dass Hunde Leckerlis – oder Köder, die den Eindruck von Hundesnacks erwecken – vom Boden fressen. Selbst wenn sie vorher zuhause ausreichend Nahrung bekommen haben. Denn Hunde wollen praktisch immer fressen. Sie folgen damit ihrem natürlichen Instinkt, um Reservepolster anzulegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Hunde auf Köder reinfallen, lässt sich aber durch gezielte Erziehung des Hundes eindämmen.

Denn für das Aufspüren von Leckerlis belohnen sich Hunde gerne selbst, indem sie das Leckerli sofort fressen. In Hundeschulen kann deshalb trainiert werden, dass Hunde für das Missachten der Leckerlis belohnt werden - und nicht für das Finden. Für viele Hunde ist diese Erziehung schon Teil der normalen Hundeschule und dient dazu, dem Tier Grenzen zu setzen.

Leider vergessen viele Hunde Teile der Erziehung mit der Zeit, was auch damit zusammen hängt, dass Hundehalter das obligatorische Gassi gehen tatsächlich als obligatorisch auffassen und sich in der Zeit zum Beispiel mehr mit dem Smartphone beschäftigen als mit dem Hund. Das Tier möchte nämlich auch unterhalten werden, etwa durch Gehorsamsübungen und Spiele.

Mehr Aufmerksamkeit beim Gassigehen und eine Auffrischung der Hundeschule können dem kleinen Liebling dabei helfen, den täglichen Versuchungen zu widerstehen.

Weitere Tipps sehen Sie im Video.

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