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Tiere sind die beste Medizin

Tiere sind die beste Medizin
© picture-alliance / dpa, RTL Schirnhofer

Was Haustiere für unsere Gesundheit tun

"Sowohl Gesunde als auch Kranke profitieren von den vielfältigen Facetten der Mensch-Tier-Beziehung“, belegt eine Studie der Universität Zürich. Aber warum wirkt ein Tier besser als jede Medizin?

Viele Menschen schauen ratlos auf Tierbesitzer: Die Katze wird als "Schatz" bezeichnet, für den Hund werden Kekse gebacken und das Meerschweinchen erhält eine eigene Spiel-Landschaft - dabei sind das doch nur Tiere, oder? Tierbesitzer dagegen wissen, dass ihre Lieblinge viel mehr sind, als pelzige Spielgefährten: Sie sind vollwertige Lebewesen, die häufig mit Menschen gleichgesetzt werden.

Tiere gegen Einsamkeit

Tiere sind die beste Medizin
© picture-alliance/ dpa, Ronald Wittek

Eine Studie aus der Schweiz belegt, dass Haustiere zwischenmenschliche Nähe ersetzen können. Die Katze, die uns liebevoll um die Beine streicht oder der Hund, der freudig bellt - sie geben uns das Gefühl, dass jemand zu Hause auf uns gewartet hat. Aber nicht nur darin liegt ihr Verdienst: Das Haustier überträgt uns jene Verantwortung, die uns dazu bringt, unserem Alltag Struktur zu verleihen. Aufgaben wie Gassi gehen, Käfig reinigen oder Futter geben können nicht warten.

Mit einem Tier ist immer das psychische Wohlbefinden gewährleistet, denn auch soziale Kontakte lassen sich leichter knüpfen. Sätze wie "Ach, Sie haben auch einen Hund! Was macht Ihrer denn so?" erleichtern den Gesprächseinstieg.

Tiere sorgen für Bewegung

Tiere sind die beste Medizin
© dpa, David Ebener

Besonders Hundebesitzer kennen folgendes Phänomen, was nun auch wissenschaftlich nachgewiesen wurde: Nach dem Spaziergang mit dem besten Freund des Menschen, fühlt man sich gleich ruhiger und entspannter. Dies hat zum Grund, dass während des Spazierganges Blutdruck und Cholesterinspiegel gesenkt werden. Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben, genesen nachweislich schneller, wenn sie Hundebesitzer sind.

Aber auch schon das bloße Streicheln eines Tieres kann den Blutdruck senken. Das beruhigende Gefühl, das uns Tiere vermitteln, hält oft länger an, als die Zuwendung von Menschen. Schnell argwöhnen wir, ob unser Gegenüber ehrliche Absichten hat - Tiere gelten dagegen als aufrichtig.

Neue Welten durch Tiere entdecken

Tiere sind die beste Medizin
© Foto: VOX/Krakauer/DOC TV, 064789 Ein Hund fuers Leben.jpg

Besonders im Umgang mit Senioren, Behinderten und Kindern beweisen Tiere ihre heilenden Fähigkeiten. Viele Menschen, die zuvor apathisch waren, finden durch Tiere einen neuen Zugang zu der Außenwelt. Tiere nähern sich dem Menschen ohne Scheu und Vorurteile, was dieser sofort spürt und sich akzeptiert fühlt. Bei Kindern weckt die Liebe zum Haustier das Gefühl von Verantwortung. Sie werden für die Bedürfnisse anderer Lebewesen sensibilisiert und können dies später auf ihre Mitmenschen übertragen.

Natürlich sind Hund, Katzen & Co. keine Allzweck-Medizin und sollten erst recht nicht als solche angesehen werden. Der Forschungskreis "Heimtiere in der Gesellschaft" aus Bremen betont, wie wichtig eine artgerechte Haltung ist. Nur so können Tiere sich wohl fühlen und dieses Gefühl auch an Frauchen und Herrchen vermitteln. Die Praxisgebühr für unsere tierischen Helfer entfällt - nicht aber die Liebe und Zuwendung, die wir Ihnen entgegen bringen.

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