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Tiefkühlkost: Frische Ware mit Drucktest einfach erkennen

Ist Tiefkühlgemüse gesünder als frisches Gemüse?
Ist Tiefkühlgemüse gesünder als frisches Gemüse? Prof. Froböse klärt auf 00:01:39
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Gesunde Tiefkühlkost: Mit dem Drucktest entlarven Sie Hygienemängel

Der Griff ins Tiefkühlregal bietet gerade für Eilige viele Vorteile: Die Produkte sind schnell zubereitet und oft sogar vitaminreicher als Frischkost, die mitunter wochenlang in den Regalen liegen muss. Außerdem braucht man aufgrund von Tiefkühltechnik selbst im Winter nicht auf Himbeeren oder ähnliche Genüsse zu verzichten. Unter anderem mit dem Drucktest können Sie erkennen, ob die Tiefkühl-Ware auch wirklich hygienisch unbedenklich ist.

Bei der Tiefkühlkost ist die Einhaltung der Kühlkette wichtig
Tiefkühlkost ist in der Regel genauso gesund wie frische Ware. Ob sie aber auch wirklich einwandfrei ist, verrät ein einfacher Drucktest. © Teamarbeit

Wichtig ist: Die sogenannte Kühlkette muss in jedem Fall eingehalten werden, das heißt, die Produkte müssen auf ihrem Weg von Produktionstätte bis in die Hände des Verbrauchers auf einer Temperatur von mindestens minus 18 Grad Celsius gehalten werden - ohne Unterbrechung. Die Tiefkühlkost darf auf keinen Fall an- oder auftauen, denn dann können sich schädliche Keime bilden - wie zum Beispiel die gefürchteten Salmonellen.

Ob ein Produkt schon einmal angetaut war, können Sie mit einem einfachen Daumendruck testen: Beeren, Erbsen oder Brokkoli-Röschen müssen lose in ihrer Verpackung liegen - sind sie zu einem festen Block zusammengefroren, waren sie schon einmal angetaut und kamen dann wieder in die Kühlung. Diese Ware sollten Sie dann besser nicht kaufen.

Auch durch Schütteln lässt sich feststellen, ob die Produkte in der Verpackung noch lose sind - allerdings sollte man nicht zu energisch schütteln, da dann die Ware beschädigt werden könnte. Und ein Wiener Schnitzel mit abgebröckelter Panade macht auch keine Freude - selbst wenn es frisch ist.

Ist die Tiefkühltruhe sauber?

Außerdem sollten Sie auch darauf achten, welchen Eindruck die Tiefkühleinrichtungen im Supermarkt auf Sie macht: Sind die Truhen sauber? Liegen die Produkte kreuz und quer durcheinander oder sind die Verpackungen sogar beschädigt?

Auch ein Blick auf das Thermometer kann nicht schaden: Vorgeschrieben ist eine Temperatur von mindestens minus 18 Grad Celsius - ist es in der Truhe wärmer, sollten sie besser die Finger von den Fischstäbchen lassen.

Achten sie darauf, dass Sie nur zu Packungen greifen, die unterhalb der roten Stapelmarke der Truhe liegen, da dort die optimale Kühlung garantiert ist. Auch wenn Sie die Tiefkühlkost bereits gekauft haben, können spezielle Isoliertüten oder Kühlboxen Ihnen dabei helfen, alles in einwandfreiem Zustand nach Hause und in Ihre heimischen Tiefkühltruhe zu bringen.

Grundsätzlich gilt: Beim Auftauen von tiefgefrorenen Lebensmitteln können sich unerwünschte oder gar gefährliche Keime schnell vermehren - daher sollte man Fleisch lieber im Kühlschrank auftauen lassen und das Auftau-Wasser entfernen. Gemüse sollte man gar nicht vorher auftauen, sondern direkt in den Kochtopf geben. Dann steht einer gesunden Mahlzeit nichts mehr im Wege.

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