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Thrombose-Symptome: Diese Anzeichen deuten auf eine Thrombose hin

Blutgerinnsel: Das sollten Sie wissen
Blutgerinnsel: Das sollten Sie wissen Auslöser, Folgen, Vorsorgemöglichkeiten 00:01:21
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Jede dritte Thrombose endet tödlich

Noch immer wird eine Thrombose zu häufig unterschätzt. Jedes Jahr erkranken 80.000 Menschen in Deutschland daran - mit tödlichen Folgen in mehr als jedem dritten Fall.

Thrombose wird häufig unterschätzt, dabei ist es wichtig, die Symptome zu kennen.

Eine Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß bildet. Dadurch wird das Gefäß verengt oder sogar ganz verstopft. Am häufigsten entstehen Thrombosen in den tiefen Beinvenen. Arterielle Thrombosen sind deutlich seltener.

Einer Venenthrombose gehen im Normalfall allerdings unterschiedliche Warnzeichen unseres Körpers voraus. Diese sollten Betroffene richtig deuten und sich dann zügig in ärztliche Behandlung begeben.

Zu einer Thrombose können mehrere Faktoren beitragen: 1. Der Blutfluss ist verlangsamt. Ursache hierfür können möglicherweise Krampfadern sein. Aber auch eine Herzschwäche, Bewegungsmangel oder Verletzungen verlangsamen den Blutfluss. Ebenso Operationen oder langes Sitzen (z.B. im Flugzeug). 2. Die Innenwände der Blutgefäße sind verändert oder beschädigt. Dies kann infolge von Verletzungen oder Operationen geschehen, aber auch durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes hervorgerufen sein. 3. Die Blutzusammensetzung ist verändert. Das Blut gerinnt schneller. Das kann angeboren sein, aber auch durch eine Krankheit, bestimmte Medikamente, eine Operation oder Stress beeinflusst werden.

Folgende Warnzeichen sollten Sie aufhorchen lassen.

Schwere Beine

Bei einer Thrombose der tiefen Beinvenen gibt es keine charakteristischen Symptome. Das Bein kann aber anschwellen. Zusätzlich kommt es häufig zu einem Schweregefühl und Schmerzen in der Wade. Meist bessern sich die Symptome, wenn man das Bein hoch lagert.

Rauchen und Übergewicht

Bei Rauchern kommt es zu einer stetigen Verkalkung der Gefäße. Das Rauchen erhöht den Anteil des Kohlenmonoxid im Blut. Gleichzeitig vermindert sich der Sauerstoffgehalt und damit verschlechtert sich die Durchblutung aller Organe. Auch Übergewicht kann das Gefäßsystem belasten, insbesondere wenn der Blutdruck rapide steigt.

Spannungsschmerz

Nicht jedes Ziehen im Bein deutet auf eine Thrombose hin. Dennoch kann ein Spannungsschmerz in den Beinen, ähnlich einem Muskelkater, ein möglicher Hinweis für eine Thrombose sein. Unter Umständen schwellen die Beine an.

Diabetes

Diabetiker erkranken doppelt so häufig an einer Thrombose wie Gesunde. Das liegt zum einen daran, dass sie häufig einen höheren Blutzuckerwert haben und ihr Blut dickflüssiger ist. Zum andern erhöhen typische Begleiterscheinungen von Diabetes wie Bluthochdruck, Übergewicht und Arteriosklerose das Risiko zusätzlich. Betroffene sollten auch auf einseitige Schwellungen achten, auch auf Ziehen im Bein und Verfärbung der Haut.

Atemnot und Brustschmerz

Schwierigkeiten beim Atmen oder Schmerzen in der Brust können auf eine Lungenembolie hindeuten, eine mögliche schwerwiegende Folge einer Thrombose. Bei einer Lungenembolie löst sich ein Blutgerinnsel von der Gefäßwand und wird über das Blut in die Lunge transportiert. Dies führt zu einer Überlastung des Herzens - und im schlimmsten Fall zum Herzstillstand. Bei Verdacht auf eine Lungenembolie sofort den Notarzt rufen.

Was hilft gegen Thrombose?

Thrombose-Symptome: Diese Anzeichen deuten auf eine Thrombose hin
© dpa, Patrick Pleul

Sollte der Arzt eine Thrombose bei seinem Patienten feststellen, wird er ergründen, ob sich schon Blutgerinnsel gebildet haben, die Thrombose also schon gefährlich fortgeschritten ist. In diesem Fall gilt die medikamentöse Therapie in erster Linie der Beseitigung oder Auflösung von Gerinnseln. Ansonsten geht es aus medizinischer Sicht darum, die Entstehung von Blutgerinnseln von vorne herein durch Medikamente zu verhindern.

Nach einer Thrombose müssen Betroffene einige Monate lang eine blutverdünnende Therapie durchführen, wobei dies meist durch Einnahme von Tabletten (z.B. Marcoumar) erfolgt. Marcoumar ist das in Deutschland am häufigsten zur Blutgerinnungshemmung verwandte Medikament. Zur richtigen Einstellung sind dann regelmäßige Kontrollen etwa alle vier Wochen notwendig.

Häufige Verwendung finden auch Heparin-Spritzen. Heparin ist auch ein gerinnungshemmendes Medikament, dessen Wirkung sofort einsetzt, aber auch zügig wieder abklingt. Es kann nur in die Vene oder unter die Haut gespritzt werden. Damit eignet es sich nicht für eine lange Dauertherapie, sondern ist ein Medikament, das immer dann akut eingesetzt wird, wenn die Blutgerinnung direkt beeinflusst werden muss oder Blutgerinnsel aufgelöst werden müssen.

Ebenfalls Anwendung findet die Kompressionsbehandlung als therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen der Venen. Dies geschieht mit speziellen Verbänden, Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen. Ziel dabei ist es, einen Thrombus einerseits lokal zu festigen (Verhinderung einer Embolie) und andererseits ein Abschwellen der betroffenen Extremität zu fördern bzw. einer Schwellungsneigung entgegenzuwirken.

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