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Thomas Müller: "Nicht für die Spülmaschine zuständig"

Thomas Müller: "Nicht für die Spülmaschine zuständig"
Thomas Müller: "Nicht für die Spülmaschine zuständig" © dpa, Alexandra Beier

Thomas Müller muss nicht im Haushalt helfen

Bayern-Profi Thomas Müller ist nicht nur ein talentierter Fußballer, sondern auch ein Mann, der gerne plaudert - und dabei auch manchmal etwas ausplaudert. In einem 'Bild'-Interview gaben der 22-Jährige und seine Frau Lisa jedenfalls Einblicke in ihren Ehealltag. Wir wissen nun: Bei den Müllers ist Hausarbeit reine Frauensache.

Von Christiane Mitatselis

Der Münchner erholt sich gerade von einer schweren Saison. Mit den Bayern versagte Müller sowohl in der Meisterschaft als auch im Pokal und verlor zudem das Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea. Dann musste er als Nationalspieler das EM-Halbfinal-Aus gegen Italien verkraften. In seinen Alpträumen wird Müller vermutlich noch vom triumphierenden Torschützen Mario Balotelli heimgesucht. Schön, dass der arme Jung-Millionär eine Frau hat, die ihm nicht zu viel zumutet: "Wir haben einen schönen Garten und Pool. Und da Thomas eh nichts im Haushalt machen muss, kann er sich auch daheim bestens erholen", verriet Lisa Müller der 'Bild'. Ihr Gatte fügte hinzu: "Ich übernehme die Aufgaben, die für einen Mann halt so anfallen. Mal etwas heben. Aber ich bin jetzt nicht für die Spülmaschine zuständig."

Wir halten fest: Jugend schützt vor Spießertum nicht. Man könnte meinen, Lisa Müller habe das "Handbuch für die gute Ehefrau" aus dem Jahr 1955 studiert und verinnerlicht. "Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann", ist in diesem Ratgeber zu lesen. Der Mann war damals der Herrscher im Haus, die Frau dafür zuständig, dass er ein heimeliges Heim vorfand. Zum Dank packte er dann auch mal im Haus mit an.

Thomas Müller ist kein Einzelfall

Wer nun denkt, diese Art der Rollenverteilung sei im 21. Jahrhundert ausgestorben, der irrt. Die Thomas Müllers sind überall. Eine OECD-Studie aus dem Jahr 2011 ergab, dass in Deutschland ungefähr doppelt so viele Frauen wie Männer kochen und sich um die Kinder kümmern. Und das, obwohl die meisten Frauen ebenfalls berufstätig sind. Noch unbeliebter ist bei den Männern das Putzen: Hier liegt das Verhältnis zwischen Männern und Frauen sogar eins zu drei.

Die Schuld für dieses Missverhältnis tragen aber nicht allein die faulen Männer. Es liegt auch an weiblicher Kontrollsucht. Viele Frauen können nicht zuschauen, wenn ihr Mann etwa am Bügelbrett dilettiert. Oder die Fenster so putzt, dass noch Streifen bleiben. Oder die Ordnung in der Küche durcheinanderbringt, wenn er sich mal anschickt, ein Ei zu braten. Die Frauen machen es lieber gleich selbst, die Männer bekommen keine Routine in der Hausarbeit. Wenn die Frauen dann trotzdem über die Versäumnisse der Gatten jammern, kann man sie nicht ernst nehmen.

Wie auch immer - Lisa Müller ist auf jeden Fall fein raus. Falls ihr einmal alles zu viel werden sollte, könnte sie ihren Thomas bestimmt darum bitten, Personal zu ihrer Entlastung einzustellen - so wie es auch in den 50er Jahren in besseren Kreisen üblich war.

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