Test: Die beste Zahnpasta ist auch die günstigste

13.08.15 11:57
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Plaquebakterien greifen die Zähne an

Die Stiftung Warentest hat 20 Zahnpasten überprüft. Erfreulich: Mundhygiene kostet nicht viel. Die beste Zahnpasta gehört zu den günstigsten Produkten. Allerdings fielen drei Zahnpasten komplett durch: Sie schützen die Zähne nicht wirksam.

„Zähne putzen nicht vergessen!“ – das bekommen schon die Kleinsten zu hören. Denn Zucker, der sich nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in der ganz normalen Nahrung befindet, setzt den Zähnen ordentlich zu. Richtiges Zähneputzen mit einer guten Zahnpasta schützt die Zähne. Die gefährliche Karies wird durch bakterielle Zahnbeläge, die Plaque, verursacht. Für die Plaquebakterien ist Zucker der Stoff, der sie groß und stark macht. Sie bilden Säuren, die Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen und ihn schädigen. Um dagegen vorzugehen und Karies zu vermeiden, muss eine wirksame Zahnpaste zwei Dinge beherrschen: Sie macht die Zähne widerstandsfähiger gegen die Säuren. Und sie hilft, die Zähne zu remineralisieren.

Diese Pasten sorgen für gute Zähne

Nur eine Zahnpasta mit Fluorid bietet ausreichend Schutz

Für beide Schutzvorkehrungen ist der Wirkstoff Fluorid zuständig. Nur wenn er in ausreichender Menge in der Zahnpasta steckt, ist ein wirksamer Schutz gegeben. Weil einige Verbraucher verunsichert sind, weist die Stiftung Warentest ausdrücklich darauf hin, dass Fluorid nicht gesundheitsgefährdend ist. Oft wird es einfach mit dem giftigen Gas Fluor verwechselt. Zwar sind Fluoride Salze des Fluors, aber sie stecken im menschlichen Körper, vor allem in Knochen und Zähnen. Bei den geringen Mengen, die wir täglich beim Zähneputzen zu uns nehmen, kann es auch zu keiner Überdosierung kommen. Außerdem gibt es keinen Hinweis, dass Fluor krebserregend ist.

Drei Zahnpasten erhielten von der Stiftung Warentest die Note mangelhaft, weil sie keine ausreichende Kariesprophylaxe bieten. Entweder sie enthalten gar kein Fluorid oder so wenig, dass damit kein ausreichender Kariesschutz gewährleistet ist. Erstaunlich: Dabei handelt es sich durchweg um teure Produkte. Auf „Lavera Neutral Zahngel“, „Sante Dental med Zahncreme Myrrhe“ und „Ajona Medizinisches Zahncremekonzentrat“ sollte man nicht alleine vertrauen.

Die Tester haben aber nicht nur den wirksamen Kariesschutz gecheckt, sondern auch den Abrieb unter die Lupe genommen. Eine Zahnpasta kann einen geringen oder hohen Abrieb haben, je nach Art der beigemengten Putzkörper. Sie sorgen dafür, dass Verfärbungen entfernt werden, die zum Beispiel durch Kaffee, Tee oder Zigaretten entstehen. So verfügt der Testsieger „Dentalux Complex 3 Mint Fresh“ von Lidl über einen hohen Abrieb. Die Zahnpasta bietet nicht nur einen sehr guten Kariesschutz, sondern entfernt auch Verfärbungen sehr gut. Trotzdem ist der Testsieger nicht für alle Zähne geeignet. Bei freiliegenden Zahnhälsen sollte keine Zahnpasta mit hohem Abrieb benutzt werden. Das freiliegende Zahnbein kann durch die aggressiveren Putzkörper noch weiter geschädigt werden.

Vier weitere Zahnpasten mit mittlerem Abrieb schnitten ebenfalls sehr gut ab: Die günstige „Perlodent Med“ von Rossmann, „Colgate Total Original“ und die teuren „Elmex Kariesschutz“ und „Meridol Zahnpaste“, die zusätzlich Wirkstoffe gegen Mundgeruch enthält. Wer etwas Geld sparen möchte, kann laut Stiftung Warentest ohne Bedenken zu den günstigen Produkten greifen: Ein Jahr Mundhygiene mit der Perlodent Med kostet nur 2,40 Euro. Für Elmex und Meridol müssen rund 30 Euro im Jahr gezahlt werden. Das Fazit der Tester: Top-Qualität für wenig Geld.

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