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Telefon-Abzocke - Verbraucherzentrale warnt: Niemals "Ja" sagen!

Ausland-Anrufe locken in Abzockfalle
Ausland-Anrufe locken in Abzockfalle Vorsicht bei 'Ping Calls' 00:00:53
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Betrüger nutzen gefälschte Telefonmitschnitte

Betrüger nutzen am Telefon eine neue Masche, um ihre Opfer abzuzocken. Die unbekannten Anrufer stellen unverfänglich wirkende Fragen. Wenn der Angerufene eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortet, nutzen die Abzocker diese Zustimmung für angebliche Vertragsabschlüsse. Außerdem zeigen wir Ihnen hier, wie Sie sich gegen 'Spoofing Anrufe' und unerwünschte Werbeanrufe wehren können.

Betrüger nutzen geschlossene Fragen

Die angerufenen Betrugs-Opfer werden anschließend unter Druck gesetzt. Sie erhalten Rechnungen für angeblich erworbene Waren. Zum Beweis ihrer Zustimmung bekommen die Opfer gefälschte Verkaufsgespräche vorgespielt. Davor warnen die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der Medien-Rechtsanwalt Christian Solmecke. Die Betrüger schneiden digital fingierte Verkaufsgespräche vor das "Ja" des Betroffenen, um so ihre Opfer dazu zu bewegen, die Rechnung zu begleichen.

Die Verbraucherzentrale rät, sich generell am Telefon nicht mit "Ja" zu melden. Betrüger nutzen außerdem geschlossene Fragen - zum Beispiel "Können Sie mich hören?" - um ihren Opfern das "Ja" zu entlocken. Die Verbraucherschützer empfehlen, solche Fragen immer im ganzen Satz zu beantworten. Also etwa: "Ich kann Sie hören."

Sie müssen die Rechnung nicht bezahlen

Sollten Sie bereits Opfer dieser neuen Masche, die aus den USA nach Deutschland gekommen ist, geworden sein, gibt es gute Nachrichten. Sie müssen die Rechnung nicht zahlen. Sie sollten diese und eventuelle Mahnungen allerdings nicht ignorieren. Stattdessen rät die Verbraucherzentrale, sich zu wehren. Dabei sollten Sie sich auch von Drohungen mit negativen Schufa-Einträgen oder einem Inkassobüro nicht einschüchtern lassen, erklärt Medienanwalt Christian Solmecke. Der richtige Weg ist in diesen Fällen sich an die Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt zu wenden.

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