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Teenie-Mutter Nina (18): Von der eigenen Mutter und vom Freund verlassen

Ihre Mutter kam mit einer Fehlgeburt nicht zurecht

Mit 16 wird Nina schwanger - und das zeitgleich mit ihrer Mutter. Zunächst kommen beide gut damit klar, doch dann zerstört ein schwerer Schicksalsschlag das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Nina flüchtet ins Mutter-Kind-Heim, doch inzwischen will sie dort nur noch raus.

Beistand und Hilfe von ihrer Mutter - das hätte sich auch Nina sehr gewünscht. Doch es kam anders. Die 18-Jährige lebt mit Söhnchen Emilio in einem Heim und steht familiär alleine da. Emilio muss nicht nur ohne die Großmutter aufwachsen, sondern auch ohne Papa. "Kurz nachdem ich ihm gebeichtet habe, dass ich schwanger bin, haben wir uns getrennt. Emilios Papa war mein erster Freund", sagt Nina. Dreieinhalb Jahre hatte die Beziehung gehalten.

Trotz der Trennung kam eine Abtreibung für Nina nicht in Frage. Von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater bekam Nina damals Zuspruch und Unterstützung. Aber dann traf ein Schicksalsschlag die Familie. "Meine Mutter hat das Kind verloren. Ich glaube, das hat viel mit ihr gemacht - und unser Verhältnis ist immer schwieriger geworden", erinnert sich Nina. Eskaliert ist die Situation, als die Mutter ihrer Tochter gegenüber handgreiflich geworden ist. Hochschwanger zog Nina ins Theodor-Wenzel-Haus. Mit Hilfe der Betreuer lernt sie hier auf eigenen Beinen zu stehen und für Emilio eine gute Mutter zu sein.

Nina wirkt frustriert - seit zwei Jahren lebt sie nun schon in der Einrichtung. Für sie ist es jetzt Zeit zu gehen. "Mittlerweile frage ich mich schon: Was soll ich noch hier? Ich kann alles. Ich weiß alles." Ihr größter Wunsch ist eine gemeinsame Wohnung mit ihrer besten Freundin Rebecca. Nina wird alles für diesen Traum geben.

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