Teamwork: Australier kippen Zug, um eingeklemmten Mann zu befreien

Australier retten mit Teamwork einen Mann

Was für eine Aktion: Am Bahnhof Stirling im australischen Perth ist ein Mann ausgerutscht und mit einem Bein in die Lücke zwischen Zugtür und Bahnsteig geraten. Sein Bein hat sich dabei in der Lücke eingeklemmt – der Mann war gefangen. Zum Glück reagierten das Personal und die umstehenden Passagiere geistesgegenwärtig und stoppten den Zug. Danach wurde der Zug mit Hilfe der Passagiere zur Seite gekippt und der Mann befreit.

Teamwork: Australier kippen Zug, um eingeklemmten Mann zu befreien
Der tonnenschwere Zug wird etwas zur Seite gekippt, damit sich der eingeklemmte Mann befreien kann.

"So etwas haben wir noch nie erlebt", sagte Clarie Krol, die Sprecherin der Bahngesellschaft Transperth dem Fernsehsender 'ABC Australia'. "Er stand in der Tür und wollte gerade seine Position einnehmen, da rutschte er aus", erzählt sie. Ausgerechnet vor dem "Mind the gap"-Schriftzug ("Vorsicht vor dem Spalt") hatte der Pendler sein Bein in der Lücke eingeklemmt.

Die erste Idee des Personals war es, alle Passagiere auf der anderen Zugseite sitzen zu lassen. Leider hat dies keine Wirkung gezeigt – der Mann konnte immer noch nicht befreit werden. Danach wurden die Reisenden gebeten, auszusteigen. Etwa 50 von ihnen stellten sich dann zusammen mit dem Bahnpersonal am Bahnsteig auf und fingen an, gegen den tonnenschweren Zug zu drücken. Mit Erfolg: Der Zug gab nach und kippte etwas zur Seite, der unglücklich Eingeklemmte konnte befreit werden.

"Es war Glück, dass Personal vor Ort war und alle Passagiere nicht nur auf die Anweisungen gehört, sondern auch mitgeholfen haben", freut sich Krol. Der eingeklemmte Mann wurde bei dem Unglück nicht verletzt. Er konnte nach einer kurzen Untersuchung durch Sanitäter einen späteren Zug nehmen.

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