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Taxidermie: Künstlerin Claire Hobbs designt aus toter Katze eine Handtasche

Künstlerin stellt aus toter Katze eine Handtasche her
Künstlerin stellt aus toter Katze eine Handtasche her Ihre Kreation wird im Netz heftig diskutiert 00:01:58
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Taxidermie: Das achte Leben einer Katze

Eine tote Katze als Handtasche – die Kreation der Künstlerin Claire Hobbs spaltet die Netzgemeinschaft. Die Künstlerin aus Neuseeland präparierte das Fell und den Körper einer überfahrenen Katze und fertigte daraus ein Handtaschen-Accessoire. Die 'Wiederverwendung‘ empfinden die einen als respektlos, die anderen können den Shitstorm nicht verstehen, Leder werde ja auch aus Tierhaut gewonnen, so der Ton.

Sie hielt Ausschau nach dem Besitzer der Katze

Auf den ersten Blick sieht die Tasche aus, als wäre darauf bloß ein Stofftier zu sehen, doch bei näherem Betrachten wird klar: Der Katzenkörper ist der Korpus einer mal lebendig gewesenen Katze. Besonders skurril: Die Künstlerin verwendete nicht nur das Fell der Katze, sondern auch den Kopf. Das kommentierten viele Nutzer in den sozialen Medien als "geschmacklos".

Künstlerin Claire Hobbs stellt jedoch klar, dass das Kätzchen keineswegs der Tasche wegen sterben musste. Sie versichert, die überfahrene Katze auf der Straße gefunden zu haben. Claire fror die Katzenleiche erst ein und bemühte sich darum, die Besitzer zu suchen und hielt Ausschau nach Menschen, die ihr Kätzchen vermissen. Doch ein Herrchen oder Frauchen für die Katze hat sie nie gefunden. 

545 Dollar bekam die Künstlerin für ihr Werk

Taxidermie
© (c) trademe

Da kam ihr die Idee mithilfe des Taxidermie-Verfahrens aus der tot gefahrenen Katze eine Tasche anzufertigen. Ihre Statement-Kreation nennt sie ’Tom‘. Was vielen Kritikern übel aufstößt ist, dass sie ihre präparierten Tierkreationen auf der Ersteigerungs-Plattform 'trademe' verkauft – und zwar für nicht wenig Geld: 545 Dollar bekam sie für ihr Werk. Sie befürchten, dass dadurch ein Trend losgetreten werden könnte, der dazu führt, dass irgendwann eben nicht mehr nur überfahrene Tiere dafür verwendet würden.

Die Künstlerin ist selbst Besitzerin von zwei Hunden und betont vehement, dass sie niemals Tiere dafür töten würde, sondern nur bereits tote Tiere für ihre Kreationen verwendet. Das hält Tierschützer nicht davon ab, sie als "respektlos" zu betiteln und zu beschimpfen. Die kontroversen Reaktionen auf ihr Kunstwerk haben wir im Video zusammengefasst. 

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