FAMILIE FAMILIE

Taufe in der katholischen Kirche

Taufe katholisch
Mit der Taufe wird das Kind Mitglied der katholischen Kirche. © picture alliance / Stefano Spazi, Osservatore Romano/Vatican pool

Taufe - das katholische Taufritual hat eine feste Lithurgie

Ein katholischer Taufgottesdienst hat einen ziemlich stringenten Ablauf. Natürlich kann auch hier der Pfarrer seine persönliche Note und Ihre Wünsche einbringen. Doch die sogenannte Lithurgie findet sich in jeder katholischen Tauffeier wieder.

Eröffnung – Die Festgemeinde wird vom Pfarrer begrüßt. Dann fragt er die Eltern, welchen Namen sie ihrem Kind geben möchten und was sie von der Kirche für ihr Kind erbitten. Die Eltern antworten: "Die Taufe". Die Eltern und Paten werden gefragt, ob sie bereit sind, das Kind im Glauben zu erziehen. Sie antworten: "Ich bin bereit." Der Pfarrer zeichnet dem Täufling ein Kreuz auf die Stirn und begleitet dies mit den Worten: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“, worauf die Gemeinde mit „Amen“ antwortet.

Das Kreuzzeichen symbolisiert die Verbindung zu Gott. Der Geistliche fährt fort mit „Der Herr sei mit euch“, die Anwesenden erwidern „Und mit deinem Geist“. Anschließend wird ein Gebet gesprochen , das inhaltlich unterschiedlich an den Anlass angepasst wird. Das erste Lied im Gottesdienst soll den Abschluss der Eröffnung bilden.

Chrisamöl und Effata-Ritus

Wortgottesdienst

Das ist der zweite Teil des Gottesdienstes und wird oft mit einer biblischen oder auch nicht biblischen Lesung eröffnet. Hier können sich die Eltern oder Paten einbringen und ein Gedicht, eine Buchstelle oder einen Wunsch für den Täufling vortragen. Die anschließende Predigt wird mit der Aufrufung der heiligen beendet. Bei der Anrufung der Heiligen antwortet die Gemeinde: "Bitte für uns". Dann ist die Zeit für Fürbitten: Es ist schön, wenn sich nach den einleitenden Worten des Pfarrers die Eltern, Paten, Großeltern oder anwesende Kinder einbringen.

Tauffeier oder Spende des Sakraments

Nun beginnt der dritte Abschnitt des Gottesdienstes, in dem das Sakrament gespendet wird. Eltern und Paten bekennen vor der Gemeinde ihren Glauben. Anschließend gießt der Pfarrer dreimal Wasser über den Kopf des Kindes und spricht die Taufformel: "Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Danach salbt er die Stirn des Kindes mit Chrisamöl und spricht die Worte: "Dieses weiße Kleid soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du in der Taufe neu geschaffen worden bist und, wie in der Schrift steht, Christus angezogen hast. Bewahre diese Würde für das ewige Leben."

Nun entzünden Eltern oder Paten die Taufkerze an der Osterkerze. Sie ist das Symbol für das Licht Gottes, das den Menschen bis an das Ende seines Lebens begleiten soll. Mit dem Effata-Ritus wird die Tauffeier beendet. Dabei berührt der Pfarrer Ohren und Mund des Kindes und sagt: „Sophie, Tom, Lilli… der Herr lasse dich heranwachsen, und wie er mit dem Ruf 'Effata' dem Taubstummen die Ohren und den Mund geöffnet hat, öffne er auch dir Ohren und Mund, dass du sein Wort vernimmst und den Glauben bekennst zum Heil der Menschen und zum Lobe Gottes."

Nach einem gemeinsamen Vaterunser und einem letzten Lied segnet der Pfarrer den Täufling, die Eltern und Paten sowie die ganze Gemeinde.

In einem Gespräch mit dem Pfarrer werden Sie alle Ihre Vorstellungen unterbringen können und durch die sicherlich reichhaltige Erfahrung des Geistlichen gut beraten werden.

Anzeige