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Tattoo-Entfernung: Vieles bleibt für immer

SO werden Sie die unerwünschten Bilder los!
SO werden Sie die unerwünschten Bilder los! Tattoo-Sünden beseitigen 00:02:04
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Tattoo-Entfernung mit Milchsäure - funktioniert das?

Tätowierungen sind heute längst salonfähig, aber nicht immer bleibt der Geschmack gleich. Was häufig in jugendlichem Leichtsinn als 'Arschgeweih' am unteren Rücken oder Totenkopf auf dem Oberarm landet, entwickelt sich Jahre später zum verhassten Schandfleck auf dem eigenen Körper. Dann reift der Wunsch, das Tattoo wieder zu entfernen. Das ist zwar in einigen Fällen möglich, nicht jedoch in allen. Meist ist das mit erheblichen Problemen verbunden.

Tattoo-Entfernung: Vieles bleibt für immer
Funktioniert die neue Methode zur Tattoo-Entfernung? © picture-alliance/ dpa, Landov David Silpa 6351916

Eine ganz neue Methode der Tattoo-Entfernung verspricht, dass der Körperschmuck ohne Schmerzen, Narben und Nebenwirkungen beseitigt wird. Das Ganze funktioniert so: Mit einer Art Tätowiermaschine wird Milchsäureflüssigkeit in die obersten Hautschichten gebracht. Man ritzt dabei punktuell Hautpartien auf, so dass sich diese Milchsäure mit der Farbe verbinden und das Ganze dann als Kruste wieder abgeben werden kann. Doch, Achtung! Von schmerzfrei kann bei dieser Methode keine Rede sein und auch die Erfolgsaussichten sind eher gering. Dafür besteht die Gefahr, dass die Säure in zu tiefe Hautschichten gelangt und sich das Gewebe dadurch schlimm entzündet.

Grundsätzlich gibt es aber noch weitere Methoden, um eine Tätowierung wieder zu entfernen. Die renommiertesten Methoden sind eine chirurgische Ausschneidung der kompletten Haut-Stelle, ein Abschleifen der Haut bis in die Höhe des eingebrachten Tattoo-Pigments oder eine Laserbehandlung.

Schneiden, schleifen, lasern - das sind die gängigsten Methoden der Tattoo-Entfernung

Beim Lasern werden hochenergetische Lichtstrahlen in die Haut geschossen. Die Strahlen werden von der jeweiligen Farbe absorbiert. Die Energie wird dabei in Hitze umgewandelt und dadurch werden die Farbstoff-Pigmente zerstört. Allerdings sind in der Regel mehrere Behandlungen nötig. Nachteile:Die Laserbehandlung ist kein Wundermittel. Beispielsweise für helle Farben, wie weiß oder gelb, gibt es keinen geeigneten Laser, der diese Wellenlängen zur Behandlung aufweist. Farbige Tattoos sind demnach unter Umständen mit einem Laser nicht komplett entfernbar. Im Gegensatz zu den Laien-Tätowierungen können bei der Laserbehandlung die Arbeiten der Profis eher zum Problem werden. Die Tattoo-Künstler bringen oft eine höhere Farb-Konzentration in die Haut ein, die mit dem Laser schwerer zu entfernen ist.

Alle Verfahren bringen aber auch eine Reihe von Problemen mit sich. Für den Behandlungserfolg ist die Beschaffenheit des Tattoos selbst mit ausschlaggebend. Insbesondere selbst beigefügte Tattoos können zum Problem werden, weil hier häufig der Farbstoff tief in die Lederhaut eingebracht wurde. Dadurch muss zum Beispiel bei einer Abschleifung sehr tief geschliffen werden. Das kann, ebenso wie bei der Ausschneidung, Narben zurücklassen. Diese können genauso störend sein, wie das entfernte Tattoo. Die Narben können danach die Form des Tattoos wiedergeben, die eigentlich entfernt werden sollte.

Auch die Farbe selbst kann ein Risiko darstellen, da manchmal gesundheitsschädliche Stoffe verwendet werden. Bei der Laserbehandlung können aus den Farben giftige Abbauprodukte entstehen. Die Menge mag nicht viel sein, aber manchmal reicht da auch ein kleiner Anstoß aus, um eine Entartung und somit Krebsentstehung in Gang zu setzen.

Daneben gibt es einige Stellen, an denen die Entfernung nicht mehr möglich ist. Das sollten Sie auf jeden Fall bedenken, wenn Sie mit dem Gedanken an ein wirklich extremes Tattoo spielen. Hier ist zum Beispiel die Tätowierung der Augäpfel zu nennen. Eine Entfernung trägt ein hohes Risiko der dauerhaften Netzhautschädigung und damit einer Erblindung mit sich.

Wie kompliziert die Entfernung von ungeliebten Körperbildern sein kann, zeigen wir Ihnen im Video!

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