Taliban-Opfer Malala Yousafzai geht wieder zur Schule

Taliban-Opfer Malala Yousafzai geht wieder zur Schule
© REUTERS, HANDOUT

Fünf Monate nach dem Taliban-Anschlag

Eine schöne Nachricht nach einem Horror-Szenario: Die pakistanische Kinderrechtlerin Malala Yousafzai geht wieder zur Schule – fünf Monate nachdem sie bei einem Taliban-Anschlag in ihrer Heimat Pakistan lebensgefährlich verletzt wurde. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, besucht die 15-Jährige die Edgbaston High School für Mädchen im britischen Birmingham.

Sie vermisse zwar ihre Klassenkameraden in Pakistan, mit der Rückkehr in die Schule habe sich für sie aber ein Traum erfüllt, erklärte das Mädchen. Weiter wünsche sie sich, dass allen Mädchen weltweit ein Schulbesuch ermöglicht werden könne.

Malala Yousafzai setzt sich seit Jahren für die Rechte junger Frauen in Pakistan ein. Sie traute sich als eine der wenigen, ihre Forderungen öffentlich zu machen und prangerte die Unterdrückung durch die Taliban in ihrem Online-Blog an.

Wie gefährlich das ist, musste die 15-Jährige am 9. Oktober 2012 am eigenen Leib erfahren: Taliban-Kämpfer jagten ihr in einem Schulbus Kugeln durch Kopf und Hals. Malala Yousafzai überlebte das Attentat schwer verletzt und wurde ins Queen-Elizabeth-Krankenhaus in Birmingham gebracht, wo ihr im Februar eine Titan-Platte im Schädel und ein Implantat zur Wiederherstellung des Gehörs im linken Ohr eingesetzt wurde.

Mit dem Attentat auf das Mädchen wollten die Taliban ihre Kritiker ruhig stellen, erreichten aber das Gegenteil: Malala Yousafzai wurde zum Symbol für den Kampf für Frauenrechte. Das "Time"-Magazin kürte sie zum wichtigsten Mädchen des Jahres 2012.

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