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Systemabsturz und Neustart: Trennung bevor es ernst wird

Wenn alles vorbei ist
Viele planen mit Mitte 30 ihre gemeinsame Zukunft - aber bei manchen Paaren ist genau dann alles vorbei. Foto: Christin Klose © DPA

Nach einigen Jahren Beziehung ist die erste Verliebtheit oft vorbei. Doch beide Partner sind einigermaßen im Job angekommen, wohnen zusammen und könnten den nächsten Schritt planen. Hochzeit. Kinder. Haus. Oder so ähnlich. Doch was, wenn die Beziehung dann in die Brüche geht?

Eine Partnerschaft, die jahrelang eigentlich ganz gut funktioniert hat, zu beenden, ist eine schwierige Entscheidung. "Doch nur aus Bequemlichkeit mit jemandem zusammenzubleiben - das kann nicht funktionieren", warnt Beziehungsberaterin Dominik Borde meint, Betroffene sollten selbst aktiv werden, um der Situation etwas Positives abzugewinnen. "Das ist die Chance, genau zu überlegen, was man zukünftig möchte und was nicht", sagt er. Es ist eine Möglichkeit, die Festplatte zu formatieren und dem Leben eine völlig neue Richtung zu geben.

Wer einen neuen Partner zum Glücklichsein braucht, wirkt unattraktiv, findet der Beziehungscoach. Der neue Partner spürt das, fühlt sich unter Druck gesetzt und ergreift die Flucht. Auch Kontakt zum Ex-Partner ist wenig sinnvoll. Denn mit jedem Treffen, jedem Telefonat, ist da auch wieder Hoffnung, dass es doch noch mal klappen könnte.

Wer wieder Schmetterlinge im Bauch möchte, eine neue frische Liebe, muss mit der alten abschließen. "Und bei über sieben Milliarden Menschen auf der Welt, ist die Chance doch recht hoch, sich noch mal richtig zu verlieben."


dpa
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