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Superfötation: Leihmutter gleichzeitig mit Leihbaby und eigenem Baby schwanger

Leihmutter erfährt von gleichzeitiger eigener Schwangerschaft
Leihmutter erfährt von gleichzeitiger eigener Schwangerschaft Dann begann ein heftiger Rechtsstreit 00:00:50
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Die Leihmutter ging fälschlicherweise davon aus, dass sie Leih-Zwillinge erwartet

Jessica Allen aus Perri in Kalifornien stellte sich einer chinesische Familie als Leihmutter zur Verfügung. Alles schien nach Plan zu laufen: Jessica erfuhr schon bald, dass sie Zwillinge erwartete. Sie ging davon aus, dass es sich um zwei identische Leihbabys handelte. Doch dann die Überraschung: Nur eines der Babys war ein Leihbaby. Das andere war tatsächlich Jessicas leibliches Kind, so die britische Zeitung 'Metro'. Trotzdem gehörten beide Babys rechtlich gesehen der auftraggebenden Familie. Ein bitterer Sorgerechtsstreit begann.

Doppelte Schwangerschaft während Leihmutterschaft

Eine doppelte Schwangerschaft? Wie kann das passieren? Jessica musste als Leihmutter ihre Gene nicht an die Leihbabys weitergeben. Deshalb war klar, dass beide Kinder asiatische Züge haben würden. Schließlich stammte die auftraggebende Familie aus China. Doch das war nur bei einem Kind der Fall, was Jessica kurz nach der Geburt aber nicht auffiel. Tatsächlich war Jessica also doppelt schwanger: Mit dem Leihbaby und gleichzeitig mit ihrem eigenen Kind - und das, obwohl sie und ihr Mann sogar verhütet hatten! 

Diese doppelte Schwangerschaft bezeichnet man als Superfötation oder auch als Überbefruchtung. Eine Frau, die bereits schwanger ist, wird kurz darauf erneut schwanger. In ihrem Bauch wachsen also zwei Babys heran, die zu unterschiedlichen Zeiten gezeugt wurden. In Jessicas Fall sogar von unterschiedlichen Eltern. Eine Superfötation ist äußerst selten und kann auch dann entstehen, wenn Paare verhüten. Wenn Spermien lang genug überleben, können sie immer noch die Eizelle einer Frau befruchten, obwohl sie schon ein Kind erwartet

Wie Jessica davon erfuhr, dass eines der Säuglinge ihr leibliches Kind ist und weshalb plötzlich ein Sorgerechtsstreit entflammte, erklären wir im Video!

Leihmutterschaft: Was passiert dabei genau?

Eine Leihmutter trägt für andere ein Kind aus. Sie 'verleiht' dabei also für die Dauer einer Schwangerschaft ihre Gebärmutter. In Deutschland ist die Leihmutterschaft nicht erlaubt. In Russland und den USA (hier zumindest für homosexuelle Paare) hingegen schon. Dort werden regelmäßig die drei Methoden einer Leihmutterschaft angewendet:

  • Eine befruchtete Eizelle wird der Leihmutter implantiert. Dadurch hat das daraus entstehende Kind die Gene der auftraggebenden Eltern und nicht die der Leihmutter. 
  • Die Eizelle der Leihmutter wird durch das Sperma eines Mannes befruchtet. In diesem Fall hat das Baby hinterher die Gene der Leihmutter. 
  • Eine Kombination der beiden Varianten: Sowohl Ei- als auch Samenzelle werden von Fremdspendern in die Leihmutter eingesetzt. Das Baby trägt keinerlei Gene der Leihmutter in sich.
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