Super Nanny Katia Saalfrank im Chat

Super Nanny Katia Saalfrank im Chat

Im Chat beantwortet Katia Saalfrank Ihre Fragen

Super Nanny Katia Saalfrank beantwortet im Chat auf Frauenzimmer.de Ihre Fragen rund um die Themen Kinder und Erziehung. Lesen Sie hier die Highlights des Chats vom 6.10.2010.

Katia Saalfrank: Hallo, liebe User! Ich freu mich, dass es mal wieder klappt und wir über Erziehung bzw. Beziehung und den Umgang mit Kindern sprechen können - viel Spaß!

smilybabyangelina: Mein Sohn (knapp drei) macht abends immer ein riesengroßes Theater, wenn er ins Bett soll. Meist vergehen mehr als zwei Stunden, bis er endlich schläft. Und danach sind wir dann mit den Nerven total am Ende...

Katia Saalfrank: Das Thema Schlafen ist immer wieder aktuell. Bis ungefähr zum sechsten Lebensjahr verändert sich der Schlafrhythmus immer wieder. Ich kann jetzt hier kein "Rezept" geben. Aber wichtig ist, dass es ein ruhiges Ritual gibt, keine Freunde oder andere Ablenkungen in der Wohnung sind, eine ruhige Stimmung ist und dein kleiner Sohn nicht das Gefühl hat, dass er "abgeschoben" wird. Es ist ein Abschied vom Tag und von den Eltern. Das macht auch Angst und gibt Unsicherheit. Lasst ihm die Zeit, sich zu verabschieden und überprüft euer Ritual nochmal. Mit ruhiger Stimme und leiser Atmosphäre... liebe Grüße!

cindynickel: Meine Tochter, drei Jahre, verkneift sich neuerdings ihr großes Geschäft. Es landet jedoch immer etwas in der Unterhose... ihr ist es natürlich peinlich... wie bekommen wir es wieder hin, dass sie ohne Probleme und ohne Verkneifen auf die Toilette geht?

Katia Saalfrank: Mit drei Jahren ist die Kleine noch voll im Durchschnitt...! Also: Geduld haben... ist schon mal ganz wichtig! Vielleicht auch nochmal klar machen, dass die Beherrschung des Schließmuskels etwas mit Hirnreifung zu tun hat - klingt kompliziert, ist es aber nicht! Ich will damit nur sagen, dass es einfach Zeit braucht und auch Funktionen im Gehirn stattfinden, die das auf Toilette gehen ermöglichen. Wenn die Kleine frustriert ist, bitte mit ganz viel Bestärkung auf sie zugehen: "Ist nicht schlimm, komm ich helfe Dir, wir versuchen es einfach wieder" usw. Wichtig ist, dass es keinen Druck gibt, denn die Kleine soll ja loslassen (das große Geschäft!). Loslassen geht nicht, wenn man Druck hat! Alles Liebe und Gute!

Was tun, wenn die Kinder nur vor ihrem PC sitzen?

Zantauri: Liebe Katia Saalfrank, unser Sohn (14) darf am PC spielen, wir haben ihm Zeiten vorgegeben, an die er sich aber schlecht halten kann. Wie kann man das besser regeln, damit die Schule nicht zu kurz kommt?Katia Saalfrank: Tja, eine nicht ganz einfache Frage, weil ja heutzutage auch viel über den PC geschieht... nicht nur spielen, sondern auch Kontakte. Warum kann sich denn euer Sohn so schlecht an die abgesprochenen Zeiten halten? Fühlt er sich vielleicht bevormundet? 14 Jahre ist ein Alter, in dem die Kinder/Jugendlichen zunehmend gerne selber über sich und ihre Freizeit verfügen, deshalb geht es ums Aushandeln. Wir Eltern können nicht mehr einfach nur etwas vorgeben! Also, vielleicht gemeinsam hinsetzen, sprechen: Was sind Eure Vorstellungen als Eltern, wie ist seine Vorstellung als Kind! Außerdem andere Alternativen zum PC finden. Es geht ja nicht nur darum: Entweder PC oder Hausaufgaben, also Pflicht gegen Freizeit - das ist sehr unattraktiv. Was macht er sonst noch? Hobbys, Sport, Freunde treffen... auch das kann neben den Hausaufgaben stattfinden... Unterstützt ihn dabei sich zu strukturieren, positioniert euch klar und versucht ihn nicht in die Ecke zu drängen... dann wird es nur Stress geben! Liebe Grüße, vor allem an Euren Sohn.

Ganja0411: Wie bekomme ich mein Baby dazu, alleine in seinem Zimmer einzuschlafen? Es ist jetzt zehn Monate alt, und schläft nur bei mir im Arm ein.

Katia Saalfrank: Ich verstehe, dass es angenehmer wäre, wenn das Baby alleine in seinem Bett einschlafen würde. Dennoch: Schlaf ist etwas ganz sensibles. Der Abschied vom Tag kann schwer werden. Babys können noch nicht einschätzen, was mit ihnen passiert, sie fühlen sich alleine und bekommen Angst. Deshalb ist auf dem Arm einschlafen ein sicheres Gefühl. Versuch doch ein Mittelding zu finden: du bist neben dem Bett und hältst das Baby im Arm bis es eingeschlafen ist, so gewöhnst du es an das Zimmer (abgedunkelt und Schlafatmosphäre). Dann kannst du beginnen es mal ins Bettchen zu legen und die Hand zu halten, probier das ruhig länger aus, damit dein Baby sich sicher fühlt und weiß, dass du da bist. Du kannst auch leise (ganz leise) mit ihm sprechen: "Ich bin ja da... schhhht, alles gut" oder so ähnlich. Mit der Zeit kann das Baby dann Sicherheit gewinnen und kann auch alleine einschlafen. Vielleicht lässt du dann die Tür auf und etwas Licht im Flur. Alles Liebe!

Die Super Nanny hilft Ihnen bei der Erziehung

Super Nanny Katia Saalfrank im Chat

danaHe:Hallo Frau Saalfrank, mein Sohn, sieben Jahre, ist sehr verschlossen, geht in die 2. Klasse und erfindet fast täglich Krankheiten, um nicht dorthin zu müssen. Probleme gibt es keine. Wie kann ich seine Verschlossenheit "knacken"? Danke.

Katia Saalfrank: Auweia! Das klingt nicht gut. Wie kommen Sie zu der Aussage, dass es keine Probleme gibt? Es klingt ja eher so, als sei Ihr Sohn sehr verschlossen und er erzählt eher weniger - vielleicht wird Ihnen von der Schule kommuniziert, dass alles "in Ordnung" ist und vielleicht erscheint das so auch. Die Krankheiten, die Ihr Sohn "erfindet" jedoch zeigen vor allem, dass die Schule ein Ort zu sein scheint, wo er sich nicht gerne aufhält. Warum nicht?! Was beängstigt oder verunsichert ihn dort?! Er wird es sicher nicht sagen, vielleicht kann er es auch nicht sagen! Bedrängen Sie ihn auch nicht aber lassen Sie Ihre Fantasie mal laufen: Ärger mit Mitschülern? Sind die Lehrer unfreundlich? Ist er Außenseiter? Fühlt er sich alleine, wird er vielleicht gehänselt? Schule sollte ein Ort sein, an den Kinder gerne hingehen. Suchen Sie das offene Gespräch mit den Lehrern und setzen Sie auch da Ihr Bauchgefühl ein: Würden Sie sich wohlfühlen? Was haben Sie für einen Eindruck? Und: Manchmal kann auch ein Schulwechsel wirklich helfen.

Alleinerziehend? Katia Saalfrank weiß Rat

Bommel444: Hallo Frau Saalfrank, bei wem kann ich mir als Alleinerziehende hilfreiche Unterstützung suchen, wenn ich mich überfordert fühle? Danke für’s Antworten!Katia Saalfrank: Alleinerziehend zu sein ist wirklich schwer. Der Austausch fehlt und man ist oft mit vielen Dingen alleine! Erstmal mein Ankerkennung! Es ist sicher oft nicht einfach. Es gibt verschiedene Anlaufstellen. Auf meiner Homepa "katiasaalfrank.de" gibt es unter der Rubrik "Links" einige weiterführende Stellen. Dort kann man anonym im Netz Hilfe bekommen. Es gibt aber auch kirchliche Stellen oder freie Träge, wo man hingehen kann und es gibt die staatlichen Stellen. Bitte mal im Netz danach schauen und dann gerne Unterstützung und Austausch holen. Vieles wird dann leichter und das gilt übrigens nicht nur für Alleinerziehende! Liebe Grüße und alles Gute!

Riitta: Meine Tochter kommt in der nacht zu mir ins Bett. wie soll ich darauf reagieren? Soll ich sie zurückschicken?

Katia Saalfrank: Leider weiß ich nicht, wie alt deine Tochter ist! Einfach zurück schicken klingt zwar einfach, ist aber für deine Tochter nicht schön... Sie kommt ja sicher, weil sie aufgewacht ist, Ängste hat und nicht alleine sein möchte. Es wäre also wichtig, ihr Sicherheit zu geben. Vielleicht gibt es momentan in eurem Leben Dinge, die dazu führen, dass die Kleine nicht gut schlafen kann (Kitaeintritt, Schulbeginn, Ärger oder veränderte Situation zu Hause), da musst du mal genau nachdenken! Was ist gerade bei euch los, was könnte sie verunsichern. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du überlegst, ob sie vorübergehend Schutz und Unterstützung braucht und es Sinn für dich macht, dass du sie zweitweise und vorübergehend in dein Bett lässt! Oder: Das kommt für dich gar nicht in Frage und du bringst sie ruhig und liebevoll immer wieder in ihr eigenes Bettchen, bleibst nochmal bei ihr, beruhigst sie und stehst so die Phase mit ihr durch. Die Entscheidung kann ich von hier aus leider nicht weiter mit dir besprechen.

haarstraene2010: Hallo Katia, meine elfjährige Schwester nervt mich ständig. Was kann ich tun?

Katia Saalfrank: Ach, schade, dass ich nicht weiß, wie alt du bist!? Ist deine Schwester älter oder jünger? Na ja... was kannst du tun? Wo sind denn deine Eltern? Unterstützen sie euch beide bei Konflikten oder müsst ihr das alleine lösen? Vielleicht kannst du sie um Unterstützung bitten? Und ein weiterer Hinweis ist vielleicht: Geh ihr doch aus dem Weg und lass dich nicht nerven! Ich weiß, leichter gesagt, als getan. Trotzdem ist es ja oft so - wenn wir ehrlich sind - dass wir den Streit unter Geschwistern auch manchmal suchen und selber auch provozieren, oder!? ;-)) Liebe Grüße an dich!

Anzeige