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Süchtig nach Möhren: Verrückte Leidenschaft

Möhren sind Zizis Lieblingsgemüse

Seit 32 Jahren steht Zizis Leben im Zeichen der Möhre. Doch das Gemüse landet nicht nur auf ihrem Teller. Ihre Liebe für die Rübe macht auch vor ihrem Körper nicht halt - wie 36 Tattoos sehr eindrücklich beweisen.

Orange, lang, knackig. Zizi ist süchtig nach Möhren.
Ob zum Essen, als Tattoo oder auf der Bettwäsche: Zizi ist süchtig nach Möhren. © dpa, A3508 Rolf Vennenbernd

Zizi Howell ist süchtig nach Möhren! „Karotten sind mein Leben und alles was mit Karotten zu tun hat, macht mein Leben schöner“, sagt sie. 400 Euro gibt die 50-Jährige im Monat allen Ernstes für Karotten aus. Und wenn man bedenkt, dass ein Bund Möhren weniger als einen Euro kostet, erscheint das doch sehr, sehr viel! Doch bei Zizi landen Möhren nicht nur auf dem Teller.

„Karotten verfolgen mich in meinem Leben überall hin. Wenn ich schlafe habe ich meine Karottenbettwäsche und meine Möhrenplüschtiere. Und ich habe meinen Karottenschlafanzug und wenn ich aufwache, dann ist alles orange und schön und dann ist es ein schöner sonniger Tag", sagt Zizi.

Beim Besuch in Thousands Oaks in Kalifornien - Zizis Heimat – bestätigen sich Zizis Behauptungen. Ihre Welt ist orange. Ob Plüschtiere, Regale in Möhrenform oder Tattoos auf ihrem Körper – Zizis Möhrenliebe scheint keine Grenzen zu kennen und vor keinem Bereit ihres Lebens Halt zu machen.

Dabei war Zizi als Kind alles andere als ein Fan des knackigen Gemüses. Erst bei einem Besuch auf dem Land hat sich gesehen, wie Möhren wachsen und geerntet werden. Diese kannte sie bis dato nur aus dem Supermarkt. Mittelerweile isst Zizi etwa ein halbes Kilo Möhren pro Tag. „Das klingt für manche übertrieben. Aber ich verteile es auf alle meine Mahlzeiten", sagt sie.

Als Teenager begann dann ihre Sammelleidenschaft. Mittlerweile hat sie über 1000 Teile im Möhren-Look. Dafür gebe sie pro Monat etwa 400 Euro aus. Ihr ganzer Stolz ist ein Karottenschrank, der 3000 Euro gekostet hat. Darin bewahrt Zizi die Asche ihrer verstorbenen Mutter auf.

Ihr Ehemann Chris trägt Zizis Möhrenleidenschaft übrigens mit Fassung: „Es ist etwas eigenartig, aber es ist ok. Es könnte noch viel schlimmer sein. Das sind nur Karotten." Schließlich verdanken sie es auch einer Möhre, dass sie sich überhaupt kennengelernt haben. Auf einem Konzert warf Zizi Chris nämlich eine Karotte an den Kopf. Der anfänglichen Entrüstung folgte der Telefonnummerntausch – und heute sind die beiden glücklich verheiratet.

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