Studie zeigt: Frauen sind Morgenmuffel

Zu wenig Schlaf kann Depressionen verursachen

Jetzt ist es raus: Frauen sind am Morgen viel muffeliger als Männer. Und das hat seinen Grund. Denn Frauen brauchen mehr Schlaf in der Nacht, um ihre Hormone im Gleichgewicht zu halten. Schlafen sie zu wenig, sind sie nach dem Aufwachen erst mal schlecht drauf.

Wissenschaftler der Duke University in North Carolina (USA) haben für ihre Studie die Schlafgewohnheiten von insgesamt 210 Personen untersucht. Dabei kam heraus, dass zu wenig oder schlechter Schlaf bei Frauen für mehr Stress sorgt und langfristig sogar Depressionen verursachen kann. Auch das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls steigt.

Schlaflose Nacht ist keine Katastrophe

"Man weiß dass Frauen sensibler sind. Und von daher bewerten sie das schlechte Schlafen kritischer. Und das hat zur Folge, dass wenn sie schlecht schlafen, eine schlechtere Laune haben", sagt der Psychologe Werner Cassel vom Schlaflabor Marburg.

Der Schlaf-Experte rät dazu, sich selbst keinen Stress zu machen - auch wenn der Wecker mal wieder viel zu früh geklingelt hat: "Eine schlechte Nacht sollte noch nicht als ganz katastrophal bewertet werden. Gelasseneres Umgehen mit einem solchen Problem kann auch dazu führen, dass die körperlichen Konsequenzen geringer ausfallen."

Gegen die Müdigkeit am Tag hilft dann oft schon ein kurzer Mittagsschlaf. Länger als 30 Minuten sollte man allerdings nicht schlummern - sonst fällt das Schlafen in der Nacht wieder schwer.

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