Studie: Selbstbräuner machen dick

Phthalate vermiesen uns die Bräune aus der Tube

Dass Sahne, Schokolade, eben viel Süßes in großen Mengen der Figur schaden, ist allen klar. Aber schwedische Forscher haben jetzt einen weiteren Dickmacher entlarvt - und mit dem hat wohl niemand gerechnet: Selbstbräuner! Ein bestimmter Inhaltsstoff ist problematisch.

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Weniger ist mehr: Das gilt nicht nur fürs Sonnenbad, sondern auch für das Eincremen mit Selbstbräunern.
Weniger ist mehr: Das gilt nicht nur fürs Sonnenbad, sondern auch für das Eincremen mit Selbstbräunern. © dpa bildfunk

Ist die echte Sonne zu schwach, helfen viele Frauen gerne mit Selbstbräuner nach. Eine feuchtigkeitsspendende Creme wirkt im Vergleich zur austrocknenden und hautkrebsverdächtigen UV-Strahlung wie eine gesunde Alternative. Aber der Eindruck täuscht: Die Studie der Schweden zeigt, dass Selbstbräuner dick machen und sogar zu Diabetes führen. Sie enthalten sogenannte Phthalate - Chemikalien aus der Gruppe der Weichmacher.

Die Auswertung der Daten von 1.000 Testpersonen ergab einen deutlichen Zusammenhang zwischen Fettpölsterchen am Bauch, Diabetes und gefährlichen Phthalaten, die in Bräunungscremes und auch anderen Kosmetikprodukten enthalten sind.

Aber warum machen die Phthalate dick? "Sie wirken ein bisschen wie weibliche Hormone, wenn auch nur kurzfristig. Und das führt dazu, dass die Veranlagung zu einer Fettsucht dadurch verstärkt werden kann", sagt Hautarzt Dr. Hans-Georg Dauer. Problem für den Kunden: Die schädlichen Phthalate müssen nicht auf der Verpackung angegeben werden. Ab welcher Menge sie gefährlich sind, ist unklar - das soll nun weiter erforscht werden.

Hautarzt Dr. Dauer erklärt, wie Sie das dick-Risiko gering halten: "Selbstbräuner sollten nicht täglich angewendet werden." Auch zwei bis drei Anwendungen pro Woche wirken sich nicht auf das Körpergewicht aus. "Je häufiger und je konzentrierter sie die Substanzen in den Körper aufnehmen, desto höher ist die Gefahr, dass sie dick werden oder an Diabetes bekommen", sagt Dauer.

Kosmetikherstellern zufolge sind die gesundheitsschädigenden Phthalate angeblich nicht in den Produkten enthalten. Da sich das aber letztlich nicht nachprüfen lässt, hält man es mit der Sonne aus der Tube am besten genauso wie mit der echten: weniger ist wohl gesünder.