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Studie: Familien müssen mehr für unsere Volkswirtschaft tun

23.01.14 13:47
Studie zur Familienpolitik
Bildquelle: iStockphoto
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Staat betrachtet Eltern als Geldverdiener

200 Milliarden Euro gibt die Bundesregierung jährlich für Familienpolitik aus. Das ist nicht wenig – aber wird das Geld auch sinnvoll eingesetzt? Um das herauszufinden, hat die Regierung eine Studie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ist sehr durchwachsen. Vor allem das Ehegattensplitting steht in der Kritik. Allgemeiner Tenor der Studie: Familien müssen mehr für unsere Volkswirtschaft tun. Offenbar betrachtet der Staat Eltern - fatalerweise - hauptsächlich als Geldverdiener.

Das Ehegattensplitting, die gemeinsame steuerliche Veranlagung von Ehepaaren, wird vor allem für Mütter als kontraproduktiv betrachtet. Viele Frauen verkürzen laut der Studie, die der 'Welt' vorab vorliegt, ihre Arbeitszeit nach der Babypause für Jahre. Denn dieses Modell – ein Partner verdient einen größeren Teil des Gesamteinkommens als der andere – werde durch das Splitting begünstigt.

Frauen sollen sich keine Teilzeit mehr leisten können

Andererseits, so wird in der Studie moniert, fördere der Staat mit dem Elterngeld und dem größeren Angebot von Kinderkrippen und Ganztagsschulen die Berufstätigkeit von Müttern. Doch gerade so stellt der Staat den Familien die Gestaltung ihres Lebens frei. Das stößt auf Kritik: Gleichstellungspolitiker und Wirtschaft drängen darauf, Frauen so schnell wie möglich und so viel wie möglich in den Job zu bringen. Damit sie - volkswirtschaftlich gesehen – mehr für unser Land leisten. Sie sollen quasi dazu gezwungen werden, indem der Staat die traditionelle Ehe finanziell so stark belastet, dass sich Frauen aus der Mittelschicht keine Teilzeit mehr leisten können.

Daher lohne es sich, viel Geld in den Ausbau von Ganztagsbetreuung zu stecken, damit beide Elternteile ihren Berufen nachgehen können. Damit gerät der eigentliche Sinn des Familienlastenausgleichs komplett in Vergessenheit. Schließlich soll er Eltern finanziell ermöglichen, Abstriche bei der Karriere zu machen, damit sie sich um ihre Kinder kümmern können. Denn das müssen Eltern ja auch noch erledigen.

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