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Studie beweist: Wir deuten Flirts oftmals falsch

Flirten wird oftmals nicht richtig erkannt
Flirten wird oftmals nicht richtig erkannt Studie belegt 00:04:15
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Männer und Frauen erkennen einen Flirt nicht richtig

Flirten will gelernt sein? Vielleicht. Manchen fällt es leicht, sich auf eine angebetete Person einzulassen und offensiv Interesse am Gegenüber zu bekunden. Anderen fällt es schon schwer, überhaupt ein Gesprächsthema zu finden. Doch darauf kommt es meist überhaupt nicht an, denn wir erkennen oftmals nicht, wenn eine Person mit uns flirtet. Das beweist nun eine Studie.

Flirten wird oftmals nicht richtig erkannt
So eindeutig geht es meist nicht zu: Einen Flirt erkennen Frauen und Männern gleichermaßen schlecht. © vgstudio - Fotolia

Die US-Universität in Kansas hat zum Thema Flirten eine große Studie durchgeführt und kam zu überraschenden Ergebnissen: So erkannten die Test-Probanden häufig nicht, dass das Gegenüber offensiv flirtete. Männer bemerkten das in nur 36 Prozent der Fälle, Frauen nur in 18 Prozent. Gut waren die Teilnehmer nur darin, zu erkennen, wenn das gegenüber nicht auf einen Flirt aus war. 80 Prozent der Teilnehmer erkannten das richtig.

Flirten und Freundlichkeit voneinander unterscheiden

Die Forscher bildeten 52 heterosexuelle Paare, die sich zehn bis zwölf Minuten alleine in einem Raum unterhalten sollten. Die Probanden waren allesamt alleinstehende Studenten, die sich vorher nicht kannten. Nachdem sie miteinander sprachen, mussten sie getrennt voneinander einen Fragebogen ausfüllen und angeben, ob sie das Gefühl hatten, dass das Gegenüber mit ihnen geflirtet hat.

Doch warum erkannten die meisten von ihnen nicht, wenn jemand Interesse für sie bekundete? "Menschen flirten nicht sehr offensichtlich, weil sie Angst haben, sich zu blamieren. Flirten und Freundlichkeit sind zudem schwer voneinander zu unterscheiden", nennt Jeffrey Halls, Professor für Kommunikationsforschung an der Universität Kansas, Gründe dafür.

Es lohnt sich also nicht nur, Augen und Ohren offen zu halten, wenn das gegenüber sich verlegen durch die Haare streicht, den Blick verschämt und in kurzen Abständen abwendet oder es zu leichten, scheinbar unbedeutenden kurzen Berührungen kommt.

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