Strom: Fast 40 Prozent der Stromkunden in der teuren Grundversorgung

Strom: Fast 40 Prozent in der teuren Grundversorgung
Fast 40 Prozent haben einer Vertrag im teuersten Tarif, der Grundversorgung.

Mit Tarifwechsel bis zu 400 Euro sparen

Um satte 100 Prozent sind den letzten 13 Jahren die Stromkosten für Privatleute gestiegen. Und wer sich noch nie um seinen Vertrag gekümmert hat, zahlt besonders viel für Strom. Denn laut Angaben der Bundesnetzagentur sind 39,8 Prozent der Haushaltskunden noch in der Grundversorgung des örtlichen Anbieters – und das ist der teuerste Tarif überhaupt.

Bereits durch den Wechsel in einen anderen Tarif des Grundversorgers können Stromkunden bares Geld sparen. Immerhin 43,4 Prozent haben diesen Schritt bereits umgesetzt. Diese Tarife sind häufig günstiger, haben aber längere Laufzeiten und Kündigungsfristen.

Dagegen haben erst 16,8 Prozent der Haushaltskunden den Stromanbieter gewechselt. Und hier besteht immer noch das größte Einsparpotential. Wie das Vergleichsportal Verivox.de errechnet hat, werden im Grundversorgungs-Tarif für 4.000 Kilowattstunden im Schnitt 1.199 Euro fällig. Im günstigsten verfügbaren Tarif (ohne Vorauskasse) kostet dagegen die gleiche Strommenge 799 Euro. Durch einen Wechsel lassen sich durchschnittlich 400 Euro einsparen.

Kurze Kündigungsfrist in der Grundversorgung

Auch der Wechsel zu einem Ökostromtarif mit Gütesiegel lohnt sich. Die durchschnittlichen Kosten betragen hier 1.073 Euro, was einer Einsparung von 126 Euro entspricht.

Einen Vorteil hat die Grundversorgung: Es gibt nur kurze Kündigungsfristen und der neue Stromanbieter kann einfach mit der Kündigung beim bisherigen Versorger beauftragt werden. „Der Wechsel geht schnell, sicher und unmerklich über die Bühne, ohne dass sich die Kunden um technische Details kümmern müssen“, sagt Jan Lengerke von Verivox. Zu einem Stromausfall kann es wegen des Anbieterwechsels übrigens nicht kommen. Denn das ist gesetzlich garantiert.

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