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Stress ist ein Leistungskiller

Stress ist ein Leistungskiller
© picture-alliance/ dpa, Lehtikuva Sari Gustafsson

Stress nicht nur im Job

Stress bremst in Deutschland die beruflichen Leistungen unzähliger der Arbeitnehmer aus. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Hamburger Fürstenberg-Instituts haben 63 Prozent der Befragten angegeben, dass ihre Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz um mindestens ein Viertel reduziert ist.

Die Gründe dafür sind oft in den Betrieben selbst zu finden:

60 Prozent der Menschen haben Probleme am Arbeitsplatz als Hauptauslöser für die berufliche Leistungsminderung angegeben. Jeder Zweite (53 Prozent) führt sie auf psychische Belastungen zurück und etwa ebenso viele Befragte (54 Prozent) auf körperliche Beschwerden wie Schmerzen.

262 Milliarden Euro Schaden

Familiäre und private Sorgen halten 41 Prozent der Arbeitnehmer davon ab, im Job die volle Leistung zu bringen. Eine Mehrfachnennung von Gründen ist in der Befragung möglich gewesen.

Am Arbeitsplatz sind es vor allem mangelnde Wertschätzung, innerbetriebliche Veränderungen und fehlende Leistungsmöglichkeiten, die den Berufstätigen zusetzen. In Deutschland leidet jeder dritte Arbeitnehmer unter Stress, ein Viertel der Menschen fühlt sich erschöpft. Bei den körperlichen Beschwerden dominieren Rücken- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen liegen auf dem zweiten Platz der besonders häufig auftretenden Gesundheitsstörungen. Die Sorge um Familienangehörige oder deren Pflege stellt den "Spitzenreiter" unter den familiären Belastungen dar. Denn oft ist es für Arbeitnehmer schwierig, diese wichtigen privaten Verpflichtungen mit dem Beruf unter einen Hut zu bekommen. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) beziffert die aus der reduzierten Produktivität in Deutschland entstehenden Kosten auf jährlich 262 Milliarden Euro.

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