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Stress im Stau: So kommen Sie am schnellsten ans Ziel

Der Stautest: Team rot gegen Team grün

Wie kommt man bei Stau am schnellsten ans Ziel? Augen zu und durch oder lohnt es sich, den Stau zu umfahren? Das haben wir in einem Experiment getestet. Denn 2014 standen die Deutschen ganze eine Million Kilometer im Stau. Völlig unnötig!

Professor Michael Schreckenberg ist DER Stauexperte in Deutschland und wird das Experiment begleiten. Wir testen, wann es sich lohnt, den Stau zu umfahren. In Isselburg in Nordrhein-Westfalen startet unser Experiment. Das Ziel: Königswinter am Rhein. Der schnellste Weg: 150 km. Eigentlich braucht man dafür eine Stunde und 40 Minuten - wenn man über die Autobahn fährt. Dazu haben wir zwei Autos jeweils mit einem roten und einem grünen 'X' gekennzeichnet, um sie von oben zu erkennen. Das rote 'X' versucht, den Stau zu umfahren, das grüne bleibt auf der Autobahn.

Die ersten Kilometer laufen für beide Reporter noch gut mit wenig Verkehr. Nach 20 Kilometern bahnt sich aber der erste Stau an. Der rote Wagen nimmt deshalb die Ausfahrt, um den Stau zu umfahren und fährt auf der Landstraße weiter. Aus dem Hubschrauber beobachtet der Experte, wie der grüne Wagen in den neun Kilometer langen Stau fährt. Dennoch hält er das für den besten Weg schneller ans Ziel kommen - noch!

Stau ist nicht gleich Stau

Das Tückische bei diesem Stau: Später ist nur noch eine Fahrbahn frei. Und daher geht es noch langsamer voran als sonst. Grundsätzlich rät der Experte: Abfahren lohnt sich erst ab 10 km Länge. Und: der Wagen, der von Anfang an Autobahn gefahren ist, konnte VOR dem Stau schon ordentlich Zeit gut machen. Während der rote erst mal sehen muss, wie er über die Landstraße ans Ziel kommt. Und sich prompt verfährt.

Wer am Ende das Rennen gemacht und schneller am Zeil war, sehen Sie im Video!

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